Überblick und Hinweise zu Unternehmenshilfen

  14. September 2020

Die Corona-Pandemie hat viele Unternehmen schwer getroffen. Mit verschiedenen Hilfsprogrammen haben Bund, Länder und Kommunen darauf reagiert. Welche Wirtschaftshilfeprogramme für Ihr Unternehmen in Frage kommen, wie Sie die Hilfe erhalten können und aktuelle Neuerungen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Bitte beachten Sie: Die hier zur Verfügung gestellten Informationen dienen Ihnen als Hilfestellung. Aufgrund der sich dynamisch entwickelnden Situation können wir keine Garantie für Vollständigkeit und Aktualität übernehmen. Wir dürfen zudem keine Rechts- und Gesundheitsberatung durchführen. Die Informationen sind daher kein Ersatz für eine Rechtsberatung. Ebenfalls übernehmen wir keine Haftung für die Links Dritter auf diese Webseite.

Die Überbrückungshilfe ist das Anschlussprogramm zur ausgelaufenen Corona-Soforthilfe. Die Bundesregierung hat mit einem zusätzlichen Programm im Umfang von insgesamt 25 Milliarden Euro nachgelegt.

Die Überbrückungshilfen richten sich an kleine und mittlere Unternehmen und Solo-Selbstständige aller Branchen mit Corona-bedingt deutlichen Umsatzeinbußen. Ihnen werden nicht-rückzahlbare Zuschüsse zu den fixen Betriebskosten gewährt.

Laufzeit und Antragsfristen

Das Programm läuft bis zum 31. Dezember 2020. Ein Zuschuss ist maximal über drei Monate möglich. Eine Antragsstellung muss spätestens bis 30. September 2020 erfolgen.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind  Erwägungen des Bundeswirtschaftsministeriums bekannt, dass die Antragsstellung bis zum 31. Oktober 2020 ermöglicht werden soll. Wir informieren weiter.

Die Antragstellung ist nur über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Notare möglich, die sich dafür über eine Plattform des Wirtschaftsministeriums registrieren müssen. Dort werden auch FAQs beantwortet.

Zur Registrierung und Antragstellung

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und weniger als 50 Mio. Euro Jahresumsatz, Freie Berufe und Solo-Selbstständige. Das Eckpunktepapier des Programms führt u. a. Gastronomen, Veranstalter und Reisebüros auf.

Wer Hilfen in Anspruch nehmen möchte muss nachweisen, dass die Summe der Umsätze in den Monaten April und Mai 2020 um 60 % niedriger lag als im Vorjahreszeitraum.

In dem Monat, für den die Förderung beantragt wird (Juni, Juli, August oder nur ein einzelner Monat), muss ein Umsatzeinbruch von mindestens 40 % im Vergleich zum Vorjahr vorliegen.

Der Antragsteller darf am 31.12.2019 nicht in einer wirtschaftlich schwierigen Lage gewesen sein.

Wofür gibt es Überbrückungshilfe?

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende Fixkosten, etwa Mieten, Pachten, Energiekosten, Kreditzinsen, Wartungsarbeiten, Grundsteuer, Kosten für Auszubildende und in geringem Umfang auch Personalkosten.
Besonderheit Reisebüros: Hier gelten auch Provisionen als Fixkosten, die Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornierungen zurückgezahlt werden mussten.
Besonderheit Unternehmerlohn: In Baden-Württemberg ist ein Unternehmerlohn von 1.180,- Euro pro Monat förderfähig.

Wie wird gefördert und wie viel Geld gibt es?

Je nachdem, wie stark der Umsatzeinbruch bei den einzelnen Unternehmen ausfällt, sollen vom Bund zwischen 40 und 80 % der Fixkosten im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat erstattet werden:

  • 80 % bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch
  • 50 % bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 %
  • 40 % bei einem Umsatzeinbruch zwischen 40 und unter 50 %

Maximale Förderhöhe

Die maximale Förderhöhe beträgt 150.000 Euro für drei Monate.

Unternehmen mit bis zu

  • 5 Beschäftigten: maximaler Erstattungsbetrag  9.000 Euro für 3 Monate.
  • 10 Beschäftigten: maximaler Erstattungsbetrag 15.000 Euro für 3 Monate.

Die maximalen Erstattungsbeiträge können in begründeten Fällen überschritten werden.

Wie kommt man an die neue Überbrückungshilfe?

Die Abwicklung der Überbrückungshilfe übernimmt das Land. Wichtig für Antragsteller ist, dass der Antrag von einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erstellt wird.

Kumulierung und Verhältnis zu anderen Programmen

Das Überbrückungshilfeprogramm schließt zeitlich an das Soforthilfeprogramm an. Unternehmen, die Soforthilfe des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen haben, aber weiter von Umsatzausfällen im genannten Umfang betroffen sind, sind erneut antragsberechtigt.

Eine Inanspruchnahme der Soforthilfe schließt die zeitgleiche Überbrückungshilfe nicht aus. Bei einer Überschneidung des Förderzeitraums wird die Soforthilfe anteilig angerechnet.

Weitere Informationen

In Krisenzeiten wie in der derzeitigen Corona-Krise können Unternehmen dank Kurzarbeit auf Entlassungen verzichten und Fachkräfte im Betrieb halten. So lassen sich im anschließenden Aufschwung zusätzliche Kosten, etwa durch Neueinstellungen, vermeiden und die betriebliche Entwicklung kann ungebremst weitergehen.

Wegen der andauernden Corona-Pandemie hat die Bundesregierung die Bezugsdauer verlängert und das Kurzarbeitergeld erhöht.

Die Bezugszeit für das Kurzarbeitergeld wird auf bis zu 24 Monate verlängert, im Maximalfall bis zum 31. Dezember 2021. Die Verlängerung gilt für alle Betriebe mit einem Beginn der Kurzarbeit bis zum 31. Dezember 2020.

  • Es reicht, wenn 10 % der Beschäftigten des Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind.
  • Die vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge während der Kurzarbeit wird bis 30. Juni 2021 verlängert. Vom 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021 werden die Sozialversicherungsbeiträge zu 50 Prozent erstattet, wenn mit der Kurzarbeit bis 30. Juni 2021 begonnen wurde.
  • Kurzarbeitergeld ist auch für Beschäftigte in Zeitarbeit möglich.
  • Übernommen werden 60 % bzw. 67 % (bei Eltern) des ausgefallenen Nettolohns.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

Das Kurzarbeitergeld wird erhöht. Diese Regelung wird bis zum 31. Dezember 2021 für alle Beschäftigten verlängert, deren Anspruch auf diese Leistung bis zum 31. März 2021 entstanden ist. Im Einzelnen steigt das Kurzarbeitergeld:

Für alle, die Kurzarbeitergeld für eine um mindestens 50 % reduzierte Arbeitszeit beziehen, beträgt es

  • vom 4. Monat an 70 % bzw. 77 % (bei Eltern)
  • und vom 7. Monat an auf 80 % bzw. 87 %.

Die Berücksichtigung der Bezugsmonate von Kurzarbeitergeld gilt seit dem 1. März 2020.

Anhebung des Kurzarbeitergeldes

Informationen zum Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit

Merkblatt Kurzarbeitergeld: Coronavirus – Informationen für Unternehmen

FAQs zur Kurzarbeit der IHK Region Stuttgart

Die Landesregierung hat die Verlängerung und Ausweitung der Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe beschlossen. Außerdem wurde eine zusätzliche Förderstufe eingeführt.

Anträge können künftig bis 20. November 2020 gestellt werden. Bei der Berechnung des dreimonatigen Förderzeitraums kann auch der Dezember herangezogen werden. Damit erhält diese besonders belastete Branche zusätzliche Unterstützung im Anschluss an die Corona-Soforthilfe.

Wer ist antragsberechtigt?

Die Stabilisierungshilfe Corona erhalten gewerbliche Unternehmen, Solo-Selbstständige und Sozialunternehmen aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe, die unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in Liquiditätsengpässe geraten sind.

Auf welcher Basis wird gefördert und wie viel Geld gibt es?

Betriebe, die mindestens 50 % ihres Umsatzes im Bereich Hotel- und Gaststättengewerbe erzielen, erhalten wie bislang für einen Zeitraum von drei Monaten

  • eine einmalige Liquiditätshilfe von bis zu 3.000 Euro
  • zuzüglich 2.000 Euro für jeden Vollzeitbeschäftigten.

Für Betriebe, die zwischen mindestens 30 und 50 % ihres Umsatzes in diesem Bereich erwirtschaften, gibt es eine neue Förderstufe. Sie erhalten für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten

  • eine einmalige Liquiditätshilfe von bis zu 2.000 Euro
  • zuzüglich 1.000 Euro für jeden Vollzeitbeschäftigten.

Maximale Förderhöhe

Die konkrete Höhe der Einmalzahlung orientiert sich an dem im Förderzeitraum bestehenden Liquiditätsengpass. Sie ist der Höhe nach auf diesen beschränkt. Die Stabilisierungshilfe ist auf höchstens 800.000 Euro pro Unternehmen begrenzt.

Wie kommt man an die Stabilisierungshilfe?

Die Antragsstellung erfolgt über ein eigens eingerichtetes Portal. Wer die Stabilisierungshilfe in Anspruch nehmen will, muss diese Dokumente auf dem Portal www.bw-stabilisierungshilfe-hoga.de hochladen:

  • vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • Liquiditätsplanung
  • Bescheid des Steuerberaters über die Erfüllung der Fördervoraussetzungen

Die Abwicklung läuft über die Industrie- und Handelskammern und die L-Bank.

Alle Informationen zur Antragsberechtigung und Antragsstellung

Telefon-Hotline
Für Fragen rund um die Stabilisierungshilfe und Antragstellung hat die IHK Region Stuttgart eine Hotline eingerichtet: 0711 2005 1677

 

Auch wenn die Räder der Reisebusse nicht mehr stillstehen müssen – die Reisebus-Branche ist von der Krise hart getroffen. Müssen Busunternehmen ihren Betrieb einstellen, so ist in vielen Fällen auch der öffentliche Nahverkehr bedroht.

Die Landesregierung hat ein Hilfsprogramm für Busunternehmen im Bereich Bustouristik in Höhe von rund 40 Millionen Euro beschlossen. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Bundes- und Landeshilfen wird eine einmalige Zuwendung nach dem Auslaufen der bestehenden Unterstützungsangebote gewährt.

Wie wird gefördert?

  • Betroffene Reisebusunternehmen können für einen Förderzeitraum ab September 2020 einen einmaligen Zuschuss – zweckgebunden pro Reisebus – in Höhe von bis zu 18.750 Euro beantragen.
  • Zusätzlich kann ein Öko-Bonus in Abhängigkeit der Schadstoffklasse des jeweiligen Busses gewährt werden.

Antragsstellung

  • Die erforderlichen Antragsvordrucke sollen im August veröffentlicht werden.
  • Die Förderanträge können bis zum 31. Oktober 2020 für einen Förderzeitraum von September 2020 bis einschließlich Dezember 2020 bei der L-Bank eingereicht werden.

Wichtig zu wissen:

Die Anträge werden in der zeitlichen Reihenfolge ihres Eingangs beschieden. Im Falle einer Überzeichnung des Programms werden Förderanträge aufgrund des bereits ausgeschöpften Programmvolumens nicht zum Zuge kommen. Die Auszahlung soll frühestens zu Beginn des Förderzeitraums erfolgen. Wir informieren Sie weiter.

Weitere Informationen

Durch das Verbot von Großveranstaltungen sind Schausteller und die Veranstaltungsbranche mit am härtesten von der Corona-Krise betroffen. Die Corona-Überbrückungshilfe kann die Betriebe aufgrund ihrer Betriebsstruktur mit meist nur wenigen Beschäftigten und ihres – in vielen Fällen – hohen Investitions- und Finanzierungsbedarfs nicht vor der Insolvenz sichern.

Um diesen Betrieben zu helfen, hat die Landesregierung am 28. Juli 2020 mit dem Tilgungszuschuss Corona weitere Hilfen beschlossen.

Die größte finanzielle Belastung – ganz besonders für Schausteller und die Veranstaltungsbranche, aber auch für das Taxigewerbe – sind Tilgungsraten für Kredite. Eine Entlastung soll durch direkte Tilgungszuschüsse bei der Bedienung von Krediten erfolgen.

Wie wird gefördert?

  • Der Tilgungszuschuss Corona fördert von der Jahrestilgungsrate 2020 einmalig die Hälfte mit einem Satz von 80 Prozent.
  • Förderfähig sind dabei die nach den Regeltilgungsplänen im Jahr 2020 anfallenden Tilgungsraten ab Bewilligung von Krediten.

Die maximale Förderung mit dem Tilgungszuschuss beträgt 150.000 Euro je Antragsteller.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind Unternehmen, einschließlich Solo-Selbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb mit Unternehmenssitz in Baden-Württemberg aus den Wirtschaftsbereichen der

  • Schausteller
  • Marktkaufleute
  • Veranstaltungs- und Eventbranche und
  • Taxiunternehmen.

Das Programm ist kombinierbar mit der Corona-Überbrückungshilfe und solle im Laufe des Monats September an denStart gehen. Wir informieren weiter.

Weitere Informationen

Durch die Corona-Krise sind insbesondere Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige stark beeinträchtigt und durch fehlende Liquidität in ihrer Existenz bedroht. Oft können sie keine regulären Kredite aufnehmen, weil der Bank die Sicherheiten fehlen. Der KfW-Schnellkredit des Bundes steht jedoch nur Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten zur Verfügung. Diese Lücke schließt das Land mit einem erweiterten Angebot der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg.

Das Wirtschaftsministerium stellt gemeinsam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg Sofortbürgschaften für Solo-Selbstständige, Freiberufler und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten bereit.

Seit 15. Juli 2020 können die Sofortbürgschaften beantragt werden.

Antragstellung auf zwei Wegen:

Portal „Ermöglicher“

Über das Portal Ermoeglicher.de können Antragsteller bei einer positiven Prüfung eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 % für einen Kredit bis zu 250.000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten. Diese Vorabzusage wird direkt an ein Kreditinstitut nach Wahl zugeleitet. So können auch Unternehmen, die keine Hausbank haben, ihre Anfrage online und bankenunabhängig stellen. In diesen Fällen soll die Bürgschaft auf 100 % erhöht werden können.

Hausbankverfahren

Der Antragsweg ist auch über das klassische Hausbankverfahren möglich. Hier beantragt die Hausbank eine Bürgschaft in Höhe von 90 % für ein Darlehen bis zu 125.000 Euro. Für eine spätere weitere Finanzierung bis maximal 125.000 Euro kann sie auf Wunsch eine 100 % Bürgschaft erhalten.

Portal Ermoeglicher.de

Bürgschaftsbank Baden-Württemberg

Die „Krisenberatung Corona“ des Wirtschaftsministeriums des Landes ist am 15.05.2020 an den Start gegangen. Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern können sich bei einem von vier branchenorientierten Beratungsdiensten informieren und eine kostenlose Beratung durch einen erfahrenen Experten erhalten.

Dabei geht es beispielsweise darum, wie die eigene unternehmerische Lage zu bewerten ist, welche Fördermöglichkeiten es gibt und welche Strategie dabei helfen kann, die Krise zu überwinden. Die Unternehmen können bis zu vier Beratungstage kostenlos in Anspruch nehmen. Gemeinsam können sie mit den vom Land finanzierten Beratern auch eine Liquiditätsplanung durchführen lassen und sich auf anstehende Gespräche mit Banken vorbereiten.

Für die „Krisenberatung Corona“ wurden diese Beratungsdienste beauftragt:

  • das RKW Baden-Württemberg
  • die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (BWHM)
  • die DEHOGA Beratung und
  • die Unternehmensberatung des Handelsverbandes Baden-Württemberg

Interessierte Unternehmen können sich direkt an die Beratungsdienste wenden. Bei einem Erstgespräch werden die Fördervoraussetzungen abgeklärt, die Beratungsbedarfe analysiert und ein geeigneter Krisen- und Sanierungsexperte vermittelt.

Weitere Informationen

Viele Unternehmer und Selbstständige versuchen in der Corona-Krise durchzuhalten und nehmen keine Hilfe in Anspruch, obwohl sie ihnen zusteht. Manche, weil sie vor dem Ausfüllen der Formulare ohne fremde Hilfe zurückschrecken, manche, weil ihnen die Wirtschaftshilfeprogramme gar nicht bekannt sind.

Die Online-Plattform www.durchblick-macher.de soll kleinen Unternehmen und Selbstständigen helfen, die richtigen Hilfen in der Corona-Krise zu finden. Das gemeinnützige Unternehmen Fairantwortung gAG präsentiert auf der Plattform die Hilfsangebote und unterstützt beim Ausfüllen der Formulare. Wenige Eingaben zur wirtschaftlichen Situation genügen, um eine individuelle Auswahl an Hilfsmaßnahmen zu erhalten.

Das Fachwissen kommt von mehr als 40 ehrenamtlich arbeitenden Experten, u. a. für Recht, Steuerberatung, IT und Management. Das Angebot ist kostenlos und es werden keine personenbezogenen Daten gespeichert. Auf die Online-Plattform verweist auch der Landtag von Baden-Württemberg.

Online-Plattform #DurchblickMacher

Bei der Landesbank kann grundsätzlich auf die bestehenden Programme zurückgegriffen
werden:

1. Liquiditätskredit

Mit dem Liquiditätskredit können kleine und mittelständische Unternehmen in
Baden-Württemberg mit (in der Regel) bis zu 500 Mitarbeitern ihren Liquiditätsbedarf mit
einem Darlehen in Höhe von bis zu 5 Mio. Euro – im Einzelfall auch darüber – decken.

Das Programm ist mit einem flexiblen Laufzeitangebot zwischen 4 und 10 Jahren und im
Gegensatz zu allen anderen Förderprogrammen mit einem kostenfreien Sondertilgungsrecht
ausgestattet (Auszahlungskurs: 99 %). Es ist u. a. auch die kurzfristige Umschuldung aus dem Kontokorrent möglich.

2. Liquiditätskredit Plus

Der bisher bestehende Liquiditätskredit wird um die Fördervariante Liquiditätskredit Plus
erweitert. Es kann ausschließlich Liquiditätsbedarf finanziert werden, welcher sich auf
Betriebsstätten in Baden-Württemberg bezieht. Eine Bewilligung ist ab dem
08. Juni 2020 vorgesehen.

Antragsteller:
• junge und etablierte mittelständische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (bis zu 500 Beschäftigte)
• freiberuflich Tätige (in der Regel bis 500 Beschäftigte)
• Kleinstunternehmen
• Start-Ups und neu gegründete Unternehmen

Voraussetzung für Förderung:
• tragfähiges Geschäftsmodell
• 2020 muss mit einem coronabedingten Umsatzrückgang von mindestens 15% gerechnet werden
• bei jungen Unternehmen oder Unternehmen nach größeren Erweiterungsinvestitionen muss der Umsatz im Jahr 2020 um mind. 15 % hinter der Prognose zurückliegen

Kredit:
• Maximaler Kreditbetrag: 5 Mio. EUR
• Tilgungszuschuss 10%, max. 300.000 EUR
• nach Einreichung des Verwendungsnachweises wird der Tilgungszuschuss gutgeschrieben. Dies führt zu einer Verkürzung der Laufzeit des Darlehens
• Keine kostenlose Sondertilgung möglich
• Bürgschaft bis zu 90 % möglich

Kombination mit anderen Förderprogrammen:
• Grundsätzlich in Kombination mit der „Corona-Soforthilfe B-W“ möglich.
• Ein Wechsel in die Programmvariante Plus ist ausgeschlossen, wenn das Unternehmen auf einen in den Monaten März bis Mai 2020 zugesagten Liquiditätskredit verzichtet.
• Liquiditätsbedarf kann nicht gleichzeitig mit dem „Liquiditätskredit Plus“ und dem „KfW-Schnellkredit 2020“ oder dem „KfW-Sonderprogrammen 2020“ finanziert werden. Auf eine bereits vorliegende Zusage im „KfW-Schnellkredit 2020“ oder im „KfW-Sonderprogramm 2020“ (mit den Programmen KfW-Unternehmerkredit oder ERP-Gründerkredit) kann allerdings verzichtet und ein Antrag auf einen „Liquiditätskredit Plus“ gestellt werden.

Liquiditätskredit und Liquiditätskredit Plus

Um kleinen Unternehmen und Mittelständlern durch die Corona-Krise zu helfen, hat die staatliche Förderbank KfW ein zusätzliches Hilfsprogramm aufgelegt. Die Darlehen sind ausschließlich zur Finanzierung von Betriebsmitteln und Investitionen gedacht.

Die KfW übernimmt eine 100-Prozent-Garantie der Kreditsumme, die bei der Hausbank beantragt wird. Diese führt eine Legitimationsprüfung durch und bestätigt mit Antragstellung, dass die Programmbedingungen eingehalten sind. Der KfW-Schnellkredit 2020 ist befristet bis zum 31.12.2020. Bis zu diesem Zeitpunkt darf der Antragsteller zusätzlich zum KfW-Schnellkredit 2020 keinen weiteren KfW-Kredit beantragen.

Kreditsummen:

Möglich sind KfW-Schnellkredite mit Kreditvolumen bis max. 25 % des Jahresumsatzes 2019.

  • Unternehmen mit 11 bis 50 Beschäftigten: bis 500.000 Euro
  • Größere Unternehmen: bis 800.000 Euro

Konditionen:

Der Zinssatz orientiert sich am Kapitalmarkt und wird bei Zusage durch die KfW festgelegt. Die Laufzeit beträgt bis zu 10 Jahren.

Vergabebedingungen:

Das Unternehmen

  • bestand bereits Anfang 2019 und machte Gewinn.
  • befindet sich in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen und nicht in Insolvenzverfahren.

Kombination mit anderen Förderprogrammen:

  • Die Kombination mit Instrumenten des Wirtschaftsstabilisierungsfonds und den erweiterten Programmen der Bürgschaftsbank ist ausgeschlossen.
  • Die Kombination mit dem Liquiditätskredit der L-Bank ist möglich, wenn es sich um zwei getrennte Vorhaben handelt.

Weitere Informationen auf der Website der KfW-Bank

Antragsvorbereitung KfW-Schnellkredit 2020

Das KfW-Sonderprogramm 2020 steht sowohl kleineren, mittelständischen als auch Großunternehmen zur Verfügung, die wegen der Corona-Krise vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind. Ein Kredit für Investitionen und Betriebsmittel kann bei der Hausbank beantragt werden.

Die Kreditbedingungen wurden nochmals verbessert. Niedrigere Zinssätze und eine vereinfachte Risikoprüfung der KfW bei Krediten bis zu 3 Mio. Euro schaffen weitere Erleichterung für die Wirtschaft. Eine höhere Haftungsfreistellung durch die KfW von bis zu 90 % bei laufenden Kosten und Anschaffungen von kleinen und mittleren Unternehmen erleichtern Banken und Sparkassen die Kreditvergabe.

Checkliste Voraussetzungen zur Kreditvergabe aus dem Sonderprogramm

Das KfW-Sonderprogramm wird umgesetzt über die Programme:

  • KfW-Unternehmerkredit (für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind)
  • ERP-Gründerkredit – Universell (für Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind)
  • Direktbeteiligung an Konsortialfinanzierungen

KfW-Unternehmerkredit und ERP-Gründerkredit

Das Wichtigste in Kürze:

  • Für Anschaffungen und laufende Kosten
  • Reduzierter Zinssatz von 1,00 bis 2,12 % p.a.
  • Bis zu 90 % des Bankenrisikos übernimmt die KfW
  • Kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 1 Mrd. Euro
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung sowie 2 Jahre keine Tilgung

Weitere Informationen zum KfW-Unternehmerkredit

Merkblatt KfW-Unternehmerkredit

Weitere Informationen zum ERP-Gründerkredit

Merkblatt ERP-Gründerkredit – Universell

Sind Hausbanken auf Grund fehlender Sicherheiten von kleinen und mittleren Unternehmen nicht in der Lage, Liquiditäts- bzw. Betriebsmittelkredite zur zeitlichen Überbrückung zu gewähren, können die Bürgschaftsbank oder die L-Bank bis zu 80 Prozent des Risikos abnehmen.

• Die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg vergibt Bürgschaften bis zu 2,5 Mio. Euro

• Die L-Bank ist zuständig für Bürgschaften über 2,5 und unter 5 Mio. Euro

• Die L-Bank wickelt zudem die Landesbürgschaft – Bürgschaften über 5 Mio. Euro – ab

Weitere Informationen der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg

Die KfW beteiligt sich an Konsortialfinanzierungen für Investitionen und Betriebsmittel von mittelständischen und großen Unternehmen und ermöglicht individuell strukturierte, passgenaue Konsortialfinanzierungen. Die KfW fördert alles für die unternehmerische Tätigkeit Notwendige.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Für Anschaffungen und laufende Kosten (Investitionen und Betriebsmittel)
  • Für Vorhaben in Deutschland
  • Finanzierungsanteil der KfW mindestens 25 Mio. Euro im Rahmen eines Bankenkonsortiums
  • Bis zu 80 % des Bankenrisikos übernimmt die KfW
  • Flexible Finanzierungsstrukturen

Weitere Informationen zur Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung

Merkblatt KfW-Sonderprogramm „Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung“

 

Adressat des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) des Bundes sind insbesondere große und bisher solvente Unternehmen, die durch die Corona-Krise mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen haben. Der WSF federt die ökonomischen Auswirkungen auf Unternehmen ab, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort oder den Arbeitsmarkt in Deutschland hätte. Der Fonds soll ebenfalls Liquiditätsengpässe beseitigen, die Refinanzierung am Kapitalmarkt unterstützen und die Kapitalbasis von Unternehmen stärken. Der WSF soll zunächst bis Ende 2021 bestehen. Er ergänzt die Sonderprogramme der KfW.

Zugang zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds erhalten Unternehmen, die

  • eine Bilanzssumme von mehr als 43 Millionen Euro aufweisen.
  • Umsatzerlöse von mehr als 50 Millionen Euro erzielen.
  • mehr als 249 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt beschäftigen.

Der WSF lässt sich auch von systemrelevanten kleineren Unternehmen in Anspruch nehmen, die wichtig für die kritische Infrastruktur Deutschlands sind. Anspruch haben auch Start-ups, die seit dem 01.01. 2017 in mindestens einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit einem Unternehmenswert von mindestens 50 Millionen Euro einschließlich des durch diese Runde eingeworbenen Kapitals bewertet wurden.

Weitere Informationen zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF)

Die bestehende Rahmenrichtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur Förderung unternehmerischen Know-hows wurde um ein Modul für Corona betroffene KMU und Freiberufler bis zunächst 31. Dezember 2020 ergänzt.

Grundlegende Anpassungen sind u.a.:

  • betroffene Unternehmen erhalten einen Zuschuss für eine Beratungsleistung in Höhe von 100 %, maximal jedoch 4.000 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung)
  • betroffene Unternehmen können bis zur Ausschöpfung der maximalen Zuschusshöhe mehrere Beratungen im Rahmen des neuen Kontingentes beantragen
  • Zuschuss wird vom BAFA als Bewilligungsbehörde direkt auf das Konto des Beratungsunternehmens ausgezahlt
  • antragsberechtigte Unternehmen werden von einer Vorfinanzierung der Beratungskosten entlastet
  • betroffene Unternehmen müssen kein Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner vor Antragstellung führen
  • Anträge auf Förderung einer Beratung nach diesen Bestimmungen können zunächst bis einschließlich 31. Dezember 2020 gestellt werden

Weitere Informationen können Sie der entsprechenden Internetseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie dem Merkblatt „Vom Coronavirus betroffene Unternehmen“ (Stand: 31.03.2020) entnehmen.

Hier finden Sie Hinweise zu abweichenden Eintragungen im Antragsformular.

Innovative Nachwuchsunternehmen und Start-ups, die ihre erste Finanzierungsrunde bereits erfolgreich beendet haben, nicht älter als fünf Jahre sind und durch die Corona-Krise in eine finanzielle Schieflage geraten sind, können vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg Überbrückungshilfe bekommen. Das Förderprogramm Start-up BW Pro-Tect zielt darauf ab, kurzfristige Liquiditätsengpässe bis zur nächsten Finanzierungsrunde zu überbrücken. Die Förderung wird wie ein Wandeldarlehen gewährt und kann einen Kapitalbedarf von bis zu 400.000 Euro abdecken. Bis zu 80 Prozent können vom Land kommen. Private Ko-Investoren müssen mindestens 20 Prozent des Risikos an der Gesamtsumme tragen.

Das Programm ist Bestandteil der Landeskampagne Start-up BW des Wirtschaftsministeriums und wird von der L-Bank, der Förderbank des Landes Baden-Württemberg, betreut.

Weitere Informationen: Voraussetzungen für eine Förderung und Antragstellung

Website Start-up BW

 

Klassische Kreditinstrumente passen für junge innovative Unternehmen oft nicht. Damit auch sie weiter erfolgreich an ihren Ideen arbeiten können, schafft die Bundesregierung einen „Start-up-Booster“ als Corona-Hilfe, um auch Start-ups, jungen Technologieunternehmen und kleinen Mittelständlern schnell helfen zu können. Das Unterstützungspaket ergänzt die bereits bestehenden Programme um ein Maßnahmenpaket, das speziell auf die Bedürfnisse von Start-ups zugeschnitten ist. Start-ups haben darüber hinaus grundsätzlich auch Zugang zu allen Unterstützungsmaßnahmen des Corona-Hilfspakets.

Weitere Informationen

Die Finanzämter im Land können Unternehmen, die unter den Auswirkungen der Corona-Krise leiden, zügig helfen und deren Liquidität verbessern. Die steuerlichen Hilfen und Lockerungen erhalten Unternehmen jeder Größe. Die zinslose Stundung von Steuerforderungen ist von besonderer Bedeutung. Unternehmern, Selbständigen und Freiberuflern werden bis Ende 2020 Erleichterungen gewährt:

  • Stundung von Steuerschulden (> später zahlen)
  • Steuervorauszahlungen können angepasst werden (> weniger zahlen).
  • Vollstreckungsmaßnahmen werden ausgesetzt (> später zahlen).

Die strengen Voraussetzungen für Nachweise müssen bei einem Antrag auf Stundung nicht mehr erfüllt werden, z. B. wenn die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachgewiesen werden können. Dies gilt für die Einkommen-, Körperschaft- und die Umsatzsteuer. Auch bei der Kraftfahrzeugsteuer ist eine Stundung möglich.

Als weitere steuerliche Erleichterung ist es zudem nun auch möglich, Sondervorauszahlungen bei der Umsatzsteuer für das Jahr 2020 herabzusetzen. Dies soll vor allem dem umsatzstarken Handel helfen, dessen Umsätze weggebrochen sind.

Corona-Steuerhilfegesetz – Steuerhilfen bei der Kurzarbeit

In manchen Unternehmen legt der Arbeitgeber noch etwas auf das Kurzarbeitergeld drauf, um die Lohnlücke für die Mitarbeiter so klein wie möglich zu halten. Dieser freiwillige Aufschlag war bisher zwar sozialversicherungsfrei, aber lohnsteuerpflichtig. Das will die Bundesregierung nun ändern und hat am 06.05.2020 den Entwurf des Corona-Steuerhilfegesetzes beschlossen. Das Gesetz soll eine befristete Steuerbefreiung für Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld enthalten.

Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld und zum Saison-Kurzarbeitergeld bis 80 Prozent des Unterschiedsbetrages zwischen dem Soll-Entgelt und dem Ist-Entgelt werden vom 01.03.2020 bis 31.12.2020 steuerfrei gestellt. Die Beschäftigten haben dadurch mehr vom Zuschuss und die Unternehmen einen höheren Anreiz, ihre Beschäftigten zu unterstützen. Der Gesetzentwurf steht auf der Tagesordnung der Sitzung des Bundesrates am 15.05.2020.

Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus – Informationen der Finanzämter in Baden-Württemberg

Weitere, neue steuerliche Erleichterungen für vom Corona-Virus betroffene Unternehmen – Informationen des Finanzministeriums Baden-Württemberg

Vereinfachtes Antragsformular für Steuererleichterungen

Herabsetzung der Sondervorauszahlungen bei der Umsatzsteuer für das Jahr 2020

Seit dem 01. Juli 2020 gilt in Deutschland eine geringere Mehrwertsteuer. Als eine der Maßnahmen des Konjunkturpakets zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung den Umsatzsteuersatz vom 01. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020 von 19 auf 16 % bzw. von 7  auf 5 % abgesenkt.

Die reduzierten Steuersätze gelten nur für Leistungen, die innerhalb des Zeitraums ausgeführt werden. Es kommt somit auf den Zeitpunkt der Leistungsausführung und nicht auf den Zeitpunkt des Vertragsschlusses, der Rechnungsstellung oder der Zahlung an.

Sofern Anzahlungen vor dem 01. Juli 2020 erhalten werden, die Leistung jedoch zwischen dem 01. Juli und dem 31. Dezember 2020 ausgeführt wird, unterfällt das gesamte Entgelt dem verminderten Steuersatz von 16 bzw. 5 %. Dies muss auf der zu erstellenden Schlussrechnung berücksichtigt werden.

Weitere Informationen zur Mehrwertsteuersenkung

Absenkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie 01. Juli 2020 – 30. Juni 2021

Die Bundesregierung hat für Speisen (nicht Getränke!) in Restaurants und Gaststätten den ermäßigten Umsatzsteuersatz umgesetzt. Die Ermäßigung ist vorerst auf den Zeitraum vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021 beschränkt.

Das bedeutet für Gastronomie-und Verpflegungsleistungen:

  • Für die Zeit vom 01.07. bis 31.12.2020 beträgt der Mehrwertsteuersatz 5 %.
  • Für die Zeit vom 01.01. bis 30.06.2021 beträgt der Mehrwertsteuersatz 7 %.
  • Ab 01.07.2021 soll wieder der allgemeine Steuersatz von 19 % gelten.

Weitere Informationen zur Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie

In der Corona-Krise kämpfen vor allem kleinere Unternehmen und die Gastronomie um ihre Existenz. Zusätzlich zu den Hilfsmaßnahmen des Landes gewährt auch die Stadtverwaltung Sindelfingen Erleichterungen.

Sindelfinger Gewerbetreibende, die nachweislich aufgrund der Corona-Lage in finanzielle Schwierigkeiten kommen, können für bereits fällige oder noch fällig werdende Gewerbesteuerzahlungen einen Antrag auf Stundung stellen oder eine Zahlung in Raten vereinbaren. Die Stadt sichert in diesen Fällen eine großzügige Handhabung zu. Stundungszinsen werden seitens der Stadt in diesen Fällen nicht erhoben.

Pächter städtischer Gebäude, die ihr Gewerbe derzeit nicht betreiben können und in eine finanzielle Notlage geraten, sollen vorerst eine zinslose Stundung der Pacht in Anspruch nehmen können.

Weitere Informationen der Stadt Sindelfingen

Wenn es hart auf hart kommt, können auch Selbstständige und Freiberufler Grundsicherung beantragen, um Miete, Krankenversicherung und mindestens teilweise auch den Lebensunterhalt zu decken. Ein Anspruch besteht dann, wenn sie und ggf. ihre Familie bzw. Mitglieder ihrer Bedarfsgemeinschaft zu wenige oder keine eigenen Mittel zur Sicherung des Lebensunterhalts zur Verfügung haben.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat die Förderprogramme des Hauses in der Corona-Krise in einer Broschüre zusammengefasst. Sie verschafft Unternehmen und Selbstständigen einen Überblick über die Förderprogramme, die für sie in Frage kommen.

Broschüre: Die Unternehmenshilfeprogramme des Landes im Überblick

DER REGIONAUT IST NOCH IN DER LERNPHASE