Überblick und Hinweise zu Unternehmenshilfen

  17. Januar 2022

Die Corona-Pandemie trifft viele Unternehmen schwer. Bund, Länder und Kommunen reagieren darauf mit verschiedenen Hilfsprogrammen. Welche Wirtschaftshilfeprogramme für Ihr Unternehmen in Frage kommen, wie Sie die Hilfe erhalten können und aktuelle Neuerungen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Bitte beachten Sie: Die hier zur Verfügung gestellten Informationen dienen Ihnen als Hilfestellung. Aufgrund der sich dynamisch entwickelnden Situation können wir keine Garantie für Vollständigkeit und Aktualität übernehmen. Wir dürfen zudem keine Rechts- und Gesundheitsberatung durchführen. Die Informationen sind daher kein Ersatz für eine Rechtsberatung. Ebenfalls übernehmen wir keine Haftung für die Links Dritter auf diese Webseite.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg hat in Kooperation mit der L-Bank das Förderprogramm „Digitalisierungsprämie Plus“ gestartet. Damit werden Digitalisierungsprojekte sowie Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gefördert.

Mit der Digitalisierungsprämie Plus soll

  • mit verbesserten Konditionen
  • einem erweiterten Kreis der Antragsberechtigten
  • mehr förderfähigen Vorhaben

ein stärkerer Schwerpunkt auf die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungs- und Prozesskette gelegt werden.

Zwei Programmvarianten:

  • Digitalisierungsprämie Plus – Zuschussvariante (direkter Zuschuss)
  • Digitalisierungsprämie Plus – Darlehensvariante (zinsverbilligtes Darlehen mit Tilgungszuschuss)

Damit können die Unternehmen entsprechend ihrer Bedarfs- und Liquiditätssituation die für sie am besten geeignete Förderart auswählen.

Wer wird gefördert?

Die Digitalisierungsprämie Plus hat zum Ziel, Unternehmen aller Branchen sowie Angehöriger freier Berufe mit bis zu 500 Mitarbeiter*innen bei der Digitalisierung zu unterstützen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden vor allem die Einführung

  • neuer digitaler Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) für Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Verbesserung der IKT-Sicherheit
  • KI-Anwendungen
  • entsprechend notwendige Schulungen von Mitarbeiter*innen

Wie wird gefördert?

Unterstützt werden Vorhaben mit einem Kostenvolumen zwischen 10.000 Euro und 120.000 Euro.

Höhe der Förderung – Darlehensvariante
Darlehensbetrag Tilgungszuschuss
10.000 bis einschl. 50.000 Euro 50 %, max. 6.000 Euro
über 50.000 bis einschl. 120.000  Euro 12 %, max. 12.000 Euro

 

Höhe der Förderung – Zuschussvariante
Zuwendungsfähige Ausgaben Höhe des Zuschusses
10.000 bis einschl. 50.000 Euro 50 %, max. 6.000 Euro
über 50.000 bis einschl. 120.000 Euro 12 %, max. 12.000 Euro

 

Weitere Informationen auf den Websites der L-Bank

Zur Antragstellung Digitalisierungsprämie Plus – Darlehensvariante

Zur Antragstellung Digitalisierungsprämie Plus – Zuschussvariante

Mit der Überbrückungshilfe III Plus bezuschusst die Bundesregierung weiterhin betriebliche Fixkosten von Unternehmen, Solo-Selbstständigen und Freiberuflichen aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Mio. Euro im Jahr 2020 (Die Grenze entfällt für von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses direkt betroffene Unternehmen sowie Unternehmen der Pyrotechnikbranche, des Großhandels und der Reisebranche).

Die Bedingungen entsprechen denjenigen der Überbrückungshilfe III.

Wie wird gefördert?

Gefördert werden

  • bis zu 100 % der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch
  • bis zu 60 % der förderfähigen Fixkosten bei 50 bis 70 % Umsatzeinbruch
  • bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 % Umsatzeinbruch
    (Umsatzeinbruch jeweils im Vgl. zum entsprechenden Monat des Jahres 2019). Junge Unternehmen können andere Vergleichsumsätze heranziehen.

Restart-Prämie

Neu im Vergleich zur Überbrückungshilfe III ist für die Monate Juli bis September 2021 eine „Restart-Prämie“, die denjenigen Unternehmen eine Personalkostenhilfe bietet, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal schneller aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen. Die Restart-Prämie kann für die genannten Monate alternativ zur Personalkostenpauschale beantragt werden.

Besonders von der Pandemie betroffene Unternehmen wie die

  • Reisebranche oder
  • die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft

können zusätzliche Förderungen beantragen.

Bei Erstantragstellung werden Abschlagszahlungen in Höhe von 50 % der beantragten Förderung gewährt (max. 100.000 Euro pro Monat bzw. insges. bis zu 600.000 Euro).

Unternehmen, die infolge von Corona-Regelungen wegen Unwirtschaftlichkeit freiwillig geschlossen haben, können zeitlich befristet vom 01. November bis 31. Dezember 2021 Überbrückungshilfe III Plus beantragen.

Antragstellung

Die Antragsfrist für Erst- und Änderungsanträge wurde verlängert und endet am 31. März 2022.

Unternehmen müssen Anträge durch „prüfende Dritte“ (Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigte Buchprüfer*innen oder Rechtsanwält*innen) stellen.

Antragstellende, deren Antrag auf Überbrückungshilfe III Plus bewilligt oder teilbewilligt wurde, können für die Monate Oktober bis Dezember 2021 einen Änderungsantrag stellen.

Zur Antragstellung

Weitere Informationen

Mit der Überbrückungshilfe IV bezuschusst die Bundesregierung weiterhin betriebliche Fixkosten von Unternehmen, Solo-Selbstständigen und Freiberuflern aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Mio. Euro im Jahr 2020. (Die Grenze entfällt für von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses direkt betroffene Unternehmen sowie Unternehmen der Pyrotechnikbranche, des Großhandels und der Reisebranche.)

Die Bedingungen entsprechen weitgehend denjenigen der Überbrückungshilfe III Plus.

Ab sofort können Unternehmen die neue Überbrückungshilfe IV zum Ausgleich für Belastungen durch die Corona-Krise erhalten.

Anträge können nun bis Ende April für den Förderzeitraum Januar bis März 2022 gestellt werden.

Wie wird gefördert?

Erstattet werden:

  • bis zu 90 % (vorher 100 %) der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch
  • bis zu 60 % der förderfähigen Fixkosten bei 50 bis 70 % Umsatzeinbruch
  • bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 % Umsatzeinbruch
    (Umsatzeinbruch jeweils im Vgl. zum entsprechenden Monat des Jahres 2019). Junge Unternehmen können andere Vergleichsumsätze heranziehen

Besonders von der Pandemie betroffene Unternehmen wie die Reisebranche oder die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft können zusätzliche Förderungen beantragen. Bei Erstantragstellung werden Abschlagszahlungen in Höhe von 50 % der beantragten Förderung gewährt (max. 100.000 Euro pro Monat bzw. insgesamt bis zu 300.000 Euro).

Unternehmen, die infolge von Corona-Regelungen wegen Unwirtschaftlichkeit freiwillig geschlossen haben, können zeitlich befristet zunächst vom 01. bis 31. Januar 2022 Überbrückungshilfe IV beantragen.

Was ändert sich u. a. bei Überbrückungshilfe IV?

  • Förderzeitraum: 01. Januar bis 31. März 2022
  • Vereinfachter Zugang zum Eigenkapitalzuschuss
  • Fördersatz: bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 70 % sinkt der max. Fördersatz auf max. 90 % (vorher 100 %) der Fixkosten.
  • Anpassung der branchenspezifischen Sonderregelungen:
    – Die Reisebranche kann Ausfall- und Vorbereitungskosten für Reisen aus dem Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 geltend machen. Die Anschubhilfe von 20 % der Lohnsumme im jeweiligen Referenzmonat 2019 wird fortgeführt.
    – Die Veranstaltungs- und Kulturbranche kann Ausfall- und Vorbereitungskosten für geschäftliche Aktivitäten im Zeitraum September bis Dezember 2021 geltend machen. Die Anschubhilfe von 20 % der Lohnsumme im jeweiligen Referenzmonat 2019 wird fortgeführt.
    – Unternehmen der Pyrotechnikindustrie, die im Dezember 2021 einen Umsatzeinbruch von mindestens 80 % gegenüber Dezember 2019 erlitten haben, können Überbrückungshilfe IV beantragen. Auch Stornokosten o. ä. können für diesen Zeitraum angesetzt werden.
    – Private Betreiber von Weihnachtsmärkten, Schausteller und Marktkaufleute, die von den Absagen der Weihnachtsmärkte im Jahr 2021 betroffen waren, erhalten einen erhöhten Eigenkapitalzuschlag in Höhe von 50 % (statt 30 %) auf die Fixkostenerstattung für jeden Fördermonat, in dem sie antragsberechtigt sind. Dies gilt dann, wenn sie im Dezember 2021 einen coronabedingten Umsatzeinbruch in Höhe von mindestens 50 % im Vgl. zu Dezember 2019 erlitten haben.
  • Zusätzliche Antragsberechtigung
    – für Unternehmen, die wegen Unwirtschaftlichkeit infolge von Corona-Regeln im Zeitraum 01. bis 31. Januar 2022 freiwillig schließen.
    – Junge Unternehmen, die bis zum 30. September 2021 (vorher 31. Oktober 2020) gegründet wurden.
    – Erweiterung der Förderung von Hygienemaßnahmen um Sach- und Personalkosten für die Umsetzung von Corona-Zutrittsbeschränkungen

Wer kann die Förderung beantragen?

Unternehmen, Solo-Selbständige und Freiberufler*innen bis zu einem Jahresumsatz von 750 Mio. Euro im Jahr 2020 sowie Startups, die bis zum 30. September 2021 gegründet wurden, gemeinnützige und kirchliche Unternehmen können die Förderung beantragen. Die Umsatzhöchstgrenze von 750 Mio. Euro entfällt für von Schließungsanordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie direkt betroffene Unternehmen sowie für Unternehmen der Pyrotechnikbranche, des Großhandels und der Reisebranche.

Fördervoraussetzungen

Voraussetzung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 % in jedem Monat im Zeitraum Januar bis März 2022, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird. Maßgeblich für den Vergleich ist der Referenzmonat im Jahr 2019. Es gelten weitere besondere Vorschriften.

Zur Antragstellung

Weitere Informationen

 

Die Landesregierung verlängerte den fiktiven Unternehmerlohn bis Ende 2021. Diese landesseitige Ergänzungsförderung zur Überbrückungshilfe III Plus des Bundes kommt insbesondere den von der Krise schwer getroffenen Solo-Selbständigen, Freiberuflichen und kleinen Unternehmen zugute.

Da viele Kleinunternehmer oder Selbstständige keine eigenen Gehälter beziehen, ist eine reine Fixkostenerstattung – wie in der Überbrückungshilfe III Plus – daher nicht ausreichend. Mit dem fiktiven Unternehmerlohn erhalten sie auch für die Monate Juli bis Dezember 2021 die notwendige Unterstützung.

Berücksichtigung des Unternehmerlohns in der Überbrückungshilfe III Plus

  • Das Land Baden-Württemberg gewährt einen fiktiven Unternehmerlohn pauschal mit einem Festbetrag in Höhe von 1.000 Euro pro Monat für den Zeitraum Juli bis Dezember 2021, sofern ein Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 vorliegt.

Antragstellung

  • Anträge für den fiktiven Unternehmerlohn können im Rahmen der Antragstellung auf Überbrückungshilfe III Plus über einen prüfenden Dritten auf der Plattform des Bundes gestellt werden.
  • Wurde die Überbrückungshilfe III Plus bereits bewilligt, kann der fiktive Unternehmerlohn auch nachträglich über einen Änderungsantrag beantragt werden.

Weitere Informationen

Zur Antragstellung

Mit dem Programm Neustarthilfe Plus werden Solo-Selbstständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in den Förderzeiträumen Juli bis September und Oktober bis Dezember 2021 unterstützt.

Der Vorschuss (Betriebskostenpauschale) wurde im Vergleich zur Neustarthilfe

  • auf maximal 4.500 Euro für Solo-Selbstständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften
  • auf bis zu 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften

im gesamten Bezugszeitraum erhöht. Der Antrag kann durch die Betroffenen selbst oder durch prüfende Dritte gestellt werden.

Die Antragsfrist für Erst- und Änderungsanträge für die Förderzeiträume Juli bis September und Oktober bis Dezember 2021 endet am 31.März 2022.

Beachten Sie: Die Neustarthilfe Plus kann nicht zusätzlich zur Überbrückungshilfe III Plus beantragt werden.

Weitere Informationen

 

Mit dem Programm Neustarthilfe 2022 werden Solo-Selbstständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie im Förderzeitraum Januar bis März 2022 unterstützt.

Der Vorschuss (Betriebskostenpauschale) beträgt wie bei der Neustarthilfe Plus

  • maximal 4.500 Euro für Soloselbständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften.
  • bis zu 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften im gesamten Bezugszeitraum.

Seit 14. Januar 2022 kann die Neustarthilfe 2022 beantragt werden.

Zunächst können die Betroffenen den Antrag nur selbst stellen. In wenigen Wochen soll es auch die Möglichkeit der Antragstellung über prüfende Dritte geben.

Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 30. April 2022.

Weitere Informationen

 

Die Härtefallhilfen unterstützen Unternehmen, die Pandemie-bedingt in Not geraten sind, im besonderen Einzelfall. Sie richten sich speziell an Unternehmen, bei welchen die bestehenden Corona-Hilfen des Bundes, der Länder und der Kommunen nicht greifen, zum Beispiel die Überbrückungshilfen, die Novemberhilfe und die Dezemberhilfe.

Der Förderzeitraum der Härtefallhilfe wurde verlängert und umfasst nun auch die Monate Januar bis März 2022. Die Antragsstellung für den neuen Förderzeitraum ist seit dem 06. Januar 2022 möglich. Die Anträge für den gesamten Unterstützungszeitraum (November 2020 bis März 2022) können bis zum 30. April 2022 eingereicht werden.

Fördervoraussetzungen

Grundsätzlich kommt ein Antrag infrage

  • für Unternehmen und
  • für Selbstständige,

die eine pandemiebedingte besondere Härte erleiden.

Unabhängig von ihrer Rechtsform gelten auch

  • Vereine und
  • andere Organisationen,

die wirtschaftlich am Markt tätig sind, als Unternehmen und können einen Antrag stellen.

Es kann jedoch kein Antrag gestellt werden, wenn die Härte durch andere Mittel abgewendet werden kann, etwa die sonstigen Hilfsangebote des Bundes und der Länder oder bestimmte Eigenmittel. Das jeweilige Bundesland legt die Antragsvoraussetzungen im Detail fest.

Förderung

Über die Art und Höhe der Härtefallhilfe entscheidet das jeweilige Bundesland. Die Hilfen werden im Einzelfall gewährt und es besteht kein Rechtsanspruch.

Die Höhe der Förderung hängt unter anderem von der Belastung im Einzelfall ab. Sie orientiert sich in der Regel an den sonstigen Unternehmenshilfen des Bundes, insbesondere an den förderfähigen Fixkosten.

  • Die Härtefallhilfe sollte im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen.
  • In begründeten Ausnahmefällen kann auch eine höhere Förderung zugesagt werden.

Weitere Informationen und FAQs

Antragstellung

Ein Antrag kann ausschließlich über prüfende Dritte gestellt werden.

Zur Antragstellung

Inmitten der Corona-Krise muss sich die Autoindustrie strategisch neu ausrichten und Transformationsaufgaben, wie zum Beispiel neue Mobilitätsdienstleistungen, Digitalisierung und Elektrifizierung, stemmen. Dies ist vor allem für die Zulieferer und das Kfz-Gewerbe eine Herausforderung.

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg unterstützt nun kleine und mittelständische Unternehmen mit externer strategischer Beratung rund um die Transformation der Automobilwirtschaft. Ab sofort können sich Unternehmen mit bis zu 3.000 Beschäftigten für einen „Beratungsgutschein Transformation Automobilwirtschaft BW“ bewerben.

Der Gutschein steht für eine strategische Beratung in zahlreichen Themenfeldern, unter anderem

  • Geschäftsmodellentwicklung
  • Produktentwicklung
  • Digitalisierungsmaßnahmen
  • Qualifizierung
  • Weiterbildung

durch bei der Lotsenstelle „Transformationswissen BW“ gelistete Beraterinnen und Berater.
Der Zuschuss pro Unternehmen beträgt insgesamt max. 10.000 Euro.

Das Ministerium stellt für das neue Förderangebot im Rahmen des „Strategiedialogs Automobilwirtschaft BW“ rund 3,65 Mio. Euro bereit.
Das Programm wird gemeinsam mit der Landeslotsenstelle Transformationswissen BW* umgesetzt.

Die Antragsunterlagen und weitere Informationen zu den Beraterinnen und Beratern, den Beratungsthemenfeldern sowie zur Förderrichtlinie finden Sie hier.

Flyer Beratungsgutschein Transformation Automobilwirtschaft

*Landeslotsenstelle Transformationswissen BW

Die neue Landeslotsenstelle „Transformationswissen BW“ unterstützt mit einem vielfältigen Angebot insbesondere mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg dabei, die Prozesse und Chancen der Transformation der Automobilwirtschaft einzuschätzen. Informieren Sie sich weiter mit einem Video.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus bietet mit Invest BW eine Förderung von Forschungs- und Innovationsvorhaben, um Unternehmen bei ihren Zukunftsvorhaben zu unterstützen. Die Förderung richtet sich an einzelne Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg sowie Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bzw. Hochschulen.

Gefördert werden

  • technologische Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
  • nicht technische Innovationsprojekte im Dienstleistungsbereich

die branchenübergreifend abzielen auf

  • neue Produkte
  • neue Dienstleistungen
  • neue Geschäftsmodelle und -prozesse
  • datenbasierte Dienstleistungen (Smart Services)
  • Service-Plattformen

Der Fokus der Projekte soll auf der Erschließung neuer Marktfelder, sowie der Erhöhung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen liegen.

Ab dem 15.10.2021 startete das Förderprogramm Invest BW in die zweite Runde. Somit konnten wieder Förderanträge für Innovationsvorhaben eingereicht werden. Die Antragstellung erfolgte nach dem Stichtagsprinzip – somit mussten alle Anträge im aktuellen technologieoffenen Förderaufruf möglichst bis zum 15.01.2022 eingereicht werden.

Anträge für den missionsorientierten Förderaufruf zum Thema Innovationen für den Klimaschutz können ab Mitte Januar 2022 eingereicht werden.

Weitere Informationen zu diesem Förderaufruf finden Sie auch in der Pressemitteilung des Ministeriums.

Antragsberechtigt sind

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft
  • Startups
  • Unternehmen der freien Berufe
  • Forschungseinrichtungen und Hochschulen (im Verbund)

Förderquoten

Kleine Unternehmen: 45 %
Mittlere Unternehmen: 35 %
Unternehmen < 3000 Mitarbeiter: 25 %
Unternehmen > 3000 Mitarbeiter: 15 %

Förderhöhe

Zuwendungen

  • zwischen 20.000 Euro bis 1 Mio. Euro für Einzelvorhaben
  • 3 Mio. Euro für Verbundvorhaben

Der Umsetzungszeitraum der Förderprojekte beträgt maximal 24 Monate.

Weitere Informationen zu den Förderkriterien und zur Antragstellung

Das Förderprogramm „Tourismusfinanzierung Plus“ des Landes Baden-Württemberg kann seit 01. Oktober 2021 beantragt werden. Tourismusbetriebe erhalten ein langfristiges Förderdarlehen. Damit können sie vor allem Baumaßnahmen günstig finanzieren. Das Programm wird von der L-Bank umgesetzt.

Kleine und mittlere Unternehmen können einen Antrag auf ein zinsverbilligtes Darlehen in Kombination mit einem Tilgungszuschuss für touristische Investitionen stellen. Insgesamt 8 Mio. Euro werden von der Landesregierung dafür bereitgestellt.

Voraussetzungen für eine Förderung:

  • Führung eines Tourismusbetriebs (z. B. Hotel, Gaststätte, Campingplatz oder Ferienwohnung) in Baden-Württemberg.
  • Das Unternehmen gilt als kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) im Sinne der EU-Definition (weniger als 250 Beschäftigte und Jahresumsatz von max. 50 Mio. Euro oder Bilanzsumme von max. 43 Mio. Euro)

Mit dem Förderkredit können folgende Vorhaben finanziert werden:

  • Erweiterung oder Modernisierung bestehender Betriebe
  • Betriebsübernahme mit anschließender Umgestaltung
  • Investitionskosten für Grundstück, Gebäude, Baumaßnahmen, Außenanlagen, Einrichtung, Fahrzeuge, Übernahmepreis für das Unternehmen

Förderleistungen:

Förderdarlehen im Hausbankenverfahren

Die L-Bank arbeitet eng mit den Banken und Sparkassen vor Ort zusammen. Dort werden der Förderantrag gestellt und der Kreditvertrag abgeschlossen. Die Hausbank zahlt das Förderdarlehen aus.

  • Kredithöhe: 10.000 bis 5 Mio. Euro
  • Kreditlaufzeit: 5, 8, 10, 15 oder 20 Jahre, tilgungsfrei 0 – 3 Jahre
  • Sollzinsbindung: wie Kreditlaufzeit, max. 10 Jahre
  • Bereitstellungszinsen: 12 Monate frei, danach 0,15 % M. auf noch nicht ausgezahlte Darlehensbeträge
  • Sondertilgung jederzeit möglich gegen Vorfälligkeitsentschädigung

NEU ab 01. Oktober 2021: Tilgungszuschuss

  • Nach erfolgreicher Durchführung einer Investition erhalten Unternehmen zusätzlich einen Tilgungszuschuss für ihr Darlehen aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg. Damit müssen Darlehen nicht in voller Höhe zurückgezahlt werden.
  • Der Zuschuss beträgt derzeit 15 % des Bruttodarlehensbetrags, max. 200.000 Euro.

Weitere Informationen und die Antragsformulare auf der Website der L-Bank.

 

 

Kurzarbeitergeld soll gezielt helfen, wenn Unternehmen mit ihren Beschäftigten durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie Arbeitsausfälle haben. In dieser besonderen Situation bekommen sie Unterstützung, damit Entlassungen möglichst vermieden werden.

Mit der Kurzarbeitergeldverlängerungsverordnung werden bis zum 31. März 2022 die Erleichterungen beim Zugang zum Kurzarbeitergeld verlängert. Die Erstattung der von den Arbeitgebern während der Kurzarbeit zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge erfolgt in der Zeit vom 01. Januar 2022 bis zum 31. März 2022 zu 50 %.

Erleichterte Voraussetzungen

Diese Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld gelten bis zum 31. März 2022:

  • Es reicht weiterhin aus, wenn mindestens 10 % der Beschäftigten von Arbeitsausfall betroffen sind. Sonst muss mindestens ein Drittel der Beschäftigten betroffen sein.
  • Beschäftigte müssen auch weiterhin keine Minusstunden aufbauen, bevor Kurzarbeitergeld gezahlt werden kann.
  • Auch Leiharbeitnehmer*innen können weiterhin Kurzarbeitergeld erhalten.
  • Die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes ist für Betriebe auf bis zu 24 Monate, längstens bis zum 31. März 2022, verlängert.
  • Die Beiträge zur Sozialversicherung während der Kurzarbeit werden an die Arbeitgeber bis zum 31. Dezember 2021 in voller Höhe und in der Zeit vom 01. Januar 2022 bis zum 31. März 2022 zu 50 % erstattet.
  • Die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge ist nach Stellung eines Insolvenzantrags bis zur Entscheidung des Gerichts über diesen Antrag oder bis zur Rücknahme des Insolvenzantrages grundsätzlich ausgeschlossen, um mögliche Doppelzahlungen der Bundesagentur für Arbeit zu vermeiden.
  • Wenn Arbeitnehmer*innen in Kurzarbeit einen Entgeltausfall von mindestens 50 % haben, wird das Kurzarbeitergeld ab dem 4. Bezugsmonat – gerechnet ab März 2020 – auf 70 % (77 % für Haushalte mit Kindern) angehoben.
  • Ab dem 7. Monat Kurzarbeit steigt das Kurzarbeitergeld auf 80 % (87 % für Haushalte mit Kindern) des entfallenen Nettoentgelts. Diese Regelungen gelten ebenfalls bis zum 31. März 2022 für alle Beschäftigten, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2021 entstanden ist. Auch Beschäftigte, die einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld erstmals nach dem 31. März 2021 erworben haben, können in der Zeit von Januar 2022 bis März 2022 einen Anspruch auf die erhöhten Leistungssätze haben.

Weitere Informationen und zur Antragstellung

Nutzung von Außenflächen – Heizstrahler

Die Stadt Sindelfingen unterstützt die Gastronomie in Corona-Zeiten doppelt: Die Sondernutzungserlaubnis für bestehende Freiterrassen wird verlängert. Ebenso genehmigt die Stadt das Aufstellen von Heizstrahlern.

Die vergangenen Monate waren auch für die Sindelfinger Gastronomie weiter herausfordernd. Als Unterstützung hat die Stadtverwaltung den Beschluss gefasst, Gastronomen die Sondernutzungsgebühren für das Jahr 2021 zu erlassen und Anträge auf die Nutzung weiterer Flächen im Außenbereich großzügig zu handhaben.

Bedingt durch Abstandsregelungen und die damit verbundenen beschränkten Innenflächen wird die

  • Sondernutzungserlaubnis für bestehende Freiterrassen bis zum 30. April 2022 verlängert.
  • Zusätzlich wird auf Antrag das Aufstellen von Heizstrahlern und Heizpilzen erlaubt.

Aus Gründen des Klimaschutzes appelliert die Stadt an die Betreiber*innen, möglichst klimaschonende Heizgeräte zu verwenden und sie mit Ökostrom zu betreiben.

Die bestehenden Sondernutzungserlaubnisse für Freiterrassen werden ohne erneute Antragstellung verlängert.

Anträge zur Aufstellung von Heizstrahlern bzw. -pilzen können per E-Mail an die Stadt gestellt werden.

 

Ein Förderprogramm des Landes zur Stärkung des Eigenkapitals soll Startups und kleinen Mittelständlern durch die Corona-Krise helfen. Das Mezzanine-Beteiligungsprogramm unterstützt Unternehmen bei der Sicherung ihrer Geschäfte durch notwendige Investitionen und Betriebsmittel.

Mezzanine-Kapital ist eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital. Die Unternehmen werden mit typisch stillen Beteiligungen unterstützt, die sie als Eigenkapital verbuchen können, ohne dass die Kapitalgeber dafür Stimmrechte oder sonstige Einflussmöglichkeiten bekommen.

Das Mezzanine-Programm soll Unternehmen zu einer stärkeren Eigenkapitalbasis verhelfen. Damit sollen ihre Aussichten auf herkömmliche Bankkredite verbessert werden.

Die Förderung beträgt bis zu 800.000 Euro pro Unternehmen. Umgesetzt wird das Landesprogramm in Zusammenarbeit mit dem Bund und der Förderbank KfW.

Weitere Informationen und Antragstellung

Viele von der Corona-Krise betroffene Unternehmen und Soloselbständige aus dem Schaustellergewerbe, der Veranstaltungs- und Eventbranche, dem Taxi- und Mietwagengewerbe sowie Dienstleistungsunternehmen des Sports, der Unterhaltung und Erholung genauso wie Sportvereine sind bereits seit fast zwei Jahren in ihrer Arbeit besonders eingeschränkt.

Die Landesregierung hat das Förderprogramm Tilgungszuschuss Corona II bis 31. Dezember 2021 verlängert. Die betroffenen Unternehmen können den Tilgungszuschuss Corona II für das Jahr 2021 noch bis zum 31. März 2022 beantragen.

Für die Fortführung bis März 2022 wird der Zugang zusätzlich erleichtert: Der zur Antragstellung qualifizierende Umsatzrückgang wird von bisher 60 auf nun 50 % im Vergleich zum Referenzzeitraum im Jahr 2019 abgesenkt.

Gefördert werden die Tilgungsraten im Förderzeitraum Januar 2021 bis Juni 2021 und im Förderzeitraum Juli 2021 bis Dezember 2021.

Mit dem Tilgungszuschuss Corona II werden Regeltilgungsraten im Förderzeitraum 01. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 mit einem Satz von 50 % gefördert. Förderfähig sind die nach den Tilgungsplänen im Jahr 2021 anfallenden Tilgungsraten ab Bewilligung von Krediten. Die maximale Förderung mit dem Tilgungszuschuss beträgt 300.000 Euro je Antragsteller (soweit sich im Einzelfall kein geringerer Höchstbetrag aus beihilferechtlicher Sicht ergibt).

Das Programm ist kumulierbar mit der Überbrückungshilfe des Bundes und der Landesaufstockung mit dem fiktiven Unternehmerlohn. Umgesetzt wird es mit den Industrie- und Handelskammern als Gutachterstellen und der L-Bank als Bewilligungsstelle.

Weitere Informationen und Antragstellung

Aktuelle Informationen zum Tilgungszuschuss Corona III

Das Förderprogramm wird im Jahr 2022 als Tilgungszuschuss Corona III fortgeführt. Weitere aktuelle Informationen können Sie dieser Pressemitteilung entnehmen.

Durch die Corona-Krise sind insbesondere Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige stark beeinträchtigt und durch fehlende Liquidität in ihrer Existenz bedroht. Oft können sie keine regulären Kredite aufnehmen, weil der Bank die Sicherheiten fehlen. Der KfW-Schnellkredit des Bundes steht jedoch nur Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten zur Verfügung. Diese Lücke schließt das Land mit einem erweiterten Angebot der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg.

Das Wirtschaftsministerium stellt gemeinsam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg Sofortbürgschaften für Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten bereit.

Antragstellung auf zwei Wegen:

Portal „Ermöglicher“

Über das Portal Ermoeglicher.de können Antragsteller bei einer positiven Prüfung eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 % für einen Kredit bis zu 250.000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten. Diese Vorabzusage wird direkt an ein Kreditinstitut nach Wahl zugeleitet. So können auch Unternehmen, die keine Hausbank haben, ihre Anfrage online und bankenunabhängig stellen. In diesen Fällen soll die Bürgschaft auf 100 % erhöht werden können.

Hausbankverfahren

Der Antragsweg ist auch über das klassische Hausbankverfahren möglich. Hier beantragt die Hausbank eine Bürgschaft in Höhe von 90 % für ein Darlehen bis zu 125.000 Euro. Für eine spätere weitere Finanzierung bis maximal 125.000 Euro kann sie auf Wunsch eine 100 %-Bürgschaft erhalten.

Portal Ermoeglicher.de

Bürgschaftsbank Baden-Württemberg

Die „Krisenberatung Corona“ wurde verlängert. Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeiter*innen können sich bei einem von vier branchenorientierten Beratungsdiensten informieren und eine kostenlose Beratung durch erfahrene Expert*innen erhalten.

Dabei geht es beispielsweise darum, wie die eigene unternehmerische Lage zu bewerten ist, welche Fördermöglichkeiten es gibt und welche Strategie dabei helfen kann, die Krise zu überwinden. Die Unternehmen können bis zu vier Beratungstage kostenlos in Anspruch nehmen. Gemeinsam können sie mit den vom Land finanzierten Berater*innen auch eine Liquiditätsplanung durchführen lassen und sich auf anstehende Gespräche mit Banken vorbereiten.

Für die „Krisenberatung Corona“ wurden diese Beratungsdienste beauftragt:

  • das RKW Baden-Württemberg
  • die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (BWHM)
  • die DEHOGA Beratung
  • die Unternehmensberatung des Handelsverbandes Baden-Württemberg

Interessierte Unternehmen können sich direkt an die Beratungsdienste wenden. Bei einem Erstgespräch werden die Fördervoraussetzungen abgeklärt, die Beratungsbedarfe analysiert und ein geeigneter Krisen- und Sanierungsexperte vermittelt.

Weitere Informationen

Bei der Landesbank kann grundsätzlich auf die bestehenden Programme zurückgegriffen
werden:

Liquiditätskredit

Mit dem Liquiditätskredit können kleine und mittelständische Unternehmen in
Baden-Württemberg mit (in der Regel) bis zu 500 Mitarbeiter*innen ihren Liquiditätsbedarf mit einem Darlehen in Höhe von bis zu 5 Mio. Euro – im Einzelfall auch darüber – decken.

Das Programm ist mit einem flexiblen Laufzeitangebot zwischen 4 und 10 Jahren und im
Gegensatz zu allen anderen Förderprogrammen mit einem Sondertilgungsrecht
ausgestattet. Unter anderem ist auch die kurzfristige Umschuldung aus dem Kontokorrent möglich.

Antragsteller:
• junge und etablierte mittelständische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (bis zu 500 Beschäftigte)
• freiberuflich Tätige (in der Regel bis 500 Beschäftigte)
• Kleinstunternehmen
• Startups und neu gegründete Unternehmen

Voraussetzung für Förderung:
• tragfähiges Geschäftsmodell

Kredit:
• Kredithöhe: 10.000 bis 5 Mio. Euro, höhere Beträge sind möglich
• Sondertilgung für Zusagen ab 01.10.2021 möglich ohne Vorfälligkeitsentschädigung
• Bürgschaft bis zu 90 % möglich

Weitere Informationen

Der KfW-Schnellkredit 2020 ist ein Förderkredit, den die staatliche Förderbank KfW in der Corona-Krise als zusätzliches Hilfsprogramm für alle Unternehmen aufgelegt hat.

Die Darlehen sind ausschließlich zur Finanzierung von Betriebsmitteln und Investitionen gedacht.

Der neue KfW-Schnellkredit 2020 kann bis zum 30.04.2022 bei der Hausbank abgeschlossen werden.

Mit dem KfW-Schnellkredit werden Selbstständige und Unternehmen gefördert

  • unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten
  • die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind und
  • in der Summe der Jahre 2017 – 2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt haben (sofern das Unternehmen bislang nur für einen kürzeren Zeitraum am Markt ist, wird dieser Zeitraum herangezogen).

Das Förderprodukt kommt nicht in Frage (Auszug):

  • für Unternehmen, die zum 31.12.2019 in Schwierigkeiten waren, also vor Beginn der Corona-Krise.
  • wenn während der Kreditlaufzeit Gewinn oder Dividende ausgeschüttet werden.

Zugang zum Kredit (Auszug):

  • Die KfW verlangt von der Hausbank keine Risikoprüfung.
  • Die KfW übernimmt 100 % des Kreditausfallrisikos von der Hausbank.
  • Der Kreditnehmer haftet zu 100 % für die Rückzahlung.

Laufzeiten und Zinssätze

  • Bis zu 10 Jahre Laufzeit – Rückzahlung des Kredits in dieser Zeit
  • Auf Wunsch bis zu zwei tilgungsfreie Jahre zu Beginn

Kredithöhe und Auszahlung

  • Maximal 850.000 Euro pro Unternehmensgruppe bis einschließlich 10 Beschäftigte beim antragstellenden Unternehmen
  • Maximal 1,5 Mio. Euro pro Unternehmensgruppe mit mehr als 10 bis einschließlich 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen
  • Maximal 2,3 Mio. Euro pro Unternehmensgruppe mit mehr als 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen

Weitere Informationen und Vorabcheck

Zur Sicherung der Liquidität – insbesondere von kleinen und mittleren Betrieben in der Corona-Krise – haben der Bund und das Land die Fördermöglichkeiten über die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erweitert und verbessert:

Bund und Land verlängern erweiterte Möglichkeiten bis 30.04.2022

Standardprogramme der Bürgschaftsbank
Die innerhalb der Corona-Hilfspakete angepassten Angebote stehen noch bis 30.04.2022 zur Verfügung und laufen zum 30.06.2022 aus. Das heißt, dass alle bis 30.04.2022 eingegangenen Anträge bis Ende Juni auf Basis der erweiterten Möglichkeiten entschieden werden.

Weitere Informationen in der „Produktliste“ der Bürgschaftsbank

Sofortbürgschaften für Finanzierungen bis 250.000 Euro – Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten

Mit dem erweiterten Angebot des Landes bei der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg können Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeiter*innen eine 90- oder 100-%-Sofortbürgschaft für Finanzierungen bis 250.000 Euro erhalten (Laufzeit bis 30.04.2022).

Weitere Informationen und zur Antragstellung

Die KfW beteiligt sich an Konsortialfinanzierungen für Investitionen und Betriebsmittel von mittelständischen und großen Unternehmen und ermöglicht individuell strukturierte, passgenaue Konsortialfinanzierungen. Die KfW fördert alles was für unternehmerische Tätigkeit notwendig ist.

Kredite für Investitionen und Betriebsmittel können bis zum 30.04.2022 bei der Bank oder Sparkasse abgeschlossen werden.

Auf einen Blick:

  • Für Anschaffungen und laufende Kosten (Investitionen und Betriebsmittel)
  • Für Vorhaben in Deutschland
  • Finanzierungsanteil der KfW mindestens 25 Mio. Euro im Rahmen eines Bankenkonsortiums
  • Bis zu 80 % des Bankenrisikos übernimmt die KfW
  • Flexible Finanzierungsstrukturen

Weitere Informationen zur Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung

Merkblatt KfW-Sonderprogramm „Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung“

Corona-Hilfen aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) für Unternehmen sind noch bis Ende Juni 2022 möglich.

Absicherung für wichtige Unternehmen

Der WSF soll den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie entgegenwirken. Er stellt Unternehmen branchenübergreifend Stabilisierungsmaßnahmen zur Stärkung ihrer Kapitalbasis und zur Überwindung von Liquiditätsengpässen bereit. Betroffene Unternehmen können Garantien des Bundes zur Absicherung von Krediten sowie Kapitalhilfen erhalten. Ziel istt es, Unternehmen zu unterstützen, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt hätte.

Der WSF sieht zwei Stabilisierungsinstrumente vor, die auch kombiniert werden können:

  • Garantien des Bundes zur Absicherung von Krediten einschließlich Kreditlinien und Kapitalmarktprodukten im Fremdkapitalbereich
  • Rekapitalisierungen zur direkten Stärkung des Eigenkapitals

Zugangskriterien

Zugang zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds erhalten Unternehmen, die mindestens zwei dieser Bedingungen erfüllen:

  • Bilanzsumme von mehr als 43 Mio. Euro
  • Umsatzerlöse von mehr als 50 Mio. Euro
  • mehr als 249 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Bei besonderer Bedeutung für die Sicherheit oder die Wirtschaft erhalten in Ausnahmefällen auch kleinere Unternehmen Zugang zum Fonds. Auch Startups können unter bestimmten Bedingungen anspruchsberechtigt sein.

Weitere Voraussetzungen für Unterstützung aus dem WSF sind:

  • Unternehmen dürfen zum oder zumindest nach dem 31.12.2021 nicht als Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß EU-Definition qualifiziert sein.
  • Andere Finanzierungsmöglichkeiten dürfen nicht zur Verfügung stehen.
  • Klare eigenständige Fortführungsperspektive nach Überwindung der Pandemie

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ist Ansprechpartner für die Unternehmen und zuständig für die Prüfung der Anträge. Die Entscheidung wird in Abhängigkeit der beantragten Unterstützungsvolumina getroffen:

  • Über Garantien bis zu einem Volumen von bis 100 Mio. Euro entscheidet die KfW.
  • Über Garantien in Höhe von 100 bis 500 Mio. Euro sowie über Rekapitalisierungen bis 200 Mio. Euro entscheiden BMWK und BMF im Einvernehmen.
  • Garantien ab 500 Mio. Euro und Rekapitalisierungen ab 200 Mio. Euro werden dem interministeriellen WSF-Ausschuss vorgelegt.

Weitere Informationen und Antragstellung

Mit Wirkung zum 01. Januar 2021 wurde die Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle um zwei Jahre verlängert.

Das Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows“ fördert Beratungen kleiner und mittlerer Unternehmen. Von qualifizierten Berater*innen können sie allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung, aber auch spezielle Beratungen in Anspruch nehmen. Ebenso erhalten Unternehmen in Schwierigkeiten einen Beratungszuschuss zu allen Fragen der Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.

Die „Förderung unternehmerischen Know-hows“ richtet sich an

  • junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmen)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter („Unternehmen in Schwierigkeiten“)

Förderhöhe

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens und kann sich im Einzelfall auf bis zu 90 % der Beratungsleistung bzw. bis zu 3.200 Euro erstrecken.

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens.

Weitere Informationen und Antragstellung

Das Frühphasen-Förderprogramm Start-up BW Pre-Seed wird auch im Jahr 2022 fortgeführt. Startups in der frühen Gründungsphase erhalten über dieses landesweite Finanzierungsinstrument eine Unterstützung für die Umsetzung ihres aussichtsreichen Gründungsvorhabens.

Ziel von Start-up BW Pre-Seed ist es, mehr aussichtsreiche Startup-Vorhaben finanzierungsreif für institutionelle Anleger zu machen und ein erfolgreiches Wachstum der jungen Unternehmen zu ermöglichen. Seit 2018 hat das Land Baden-Württemberg bereits 150 Gründungsvorhaben mit einer großen thematischen Bandbreite unterstützt.

  • Förderung und Betreuung in einer unternehmerischen Frühphase für innovative Startups
  • Finanzierungbedarf zwischen 50.000 und 200.000 Euro

Start-up BW Pre-Seed Partner

Ansprechpartner für interessierte Startups sind die Start-up BW Pre-Seed Partner. Sie unterstützen die Gründer*innen bei der Suche nach Ko-Investoren oder treten selbst als Ko-Investor auf und begleiten Start-up BW Pre-Seed finanzierte Startups bei der praktischen Umsetzung ihrer Gründungsvorhaben.

Antragstellung

Die L-Bank nimmt die von den Start-up BW Pre-Seed Partnern eingereichten Anträge entgegen und ist nach erfolgreicher Bewilligung für die Auszahlung und Abwicklung der Pre-Seed Investments an die Startups verantwortlich.

Weitere Informationen

 

Klassische Kreditinstrumente passen für junge innovative Unternehmen oft nicht. Damit auch sie weiter erfolgreich an ihren Ideen arbeiten können, schafft die Bundesregierung einen „Start-up-Booster“ als Corona-Hilfe, um auch Startups, jungen Technologieunternehmen und kleinen Mittelständlern schnell helfen zu können. Das Unterstützungspaket ergänzt die bereits bestehenden Programme um ein Maßnahmenpaket, das speziell auf die Bedürfnisse von Startups zugeschnitten ist. Startups haben darüber hinaus grundsätzlich auch Zugang zu allen Corona-Unterstützungsmaßnahmen.

Weitere Informationen

Wenn es hart auf hart kommt, können auch Selbstständige und Freiberufler Grundsicherung beantragen, um Miete, Krankenversicherung und mindestens teilweise auch den Lebensunterhalt zu decken. Ein Anspruch besteht dann, wenn sie und ggf. ihre Familie bzw. Mitglieder ihrer Bedarfsgemeinschaft zu wenige oder keine eigenen Mittel zur Sicherung des Lebensunterhalts zur Verfügung haben.

Viele Unternehmer und Selbstständige versuchen in der Corona-Krise durchzuhalten und nehmen keine Hilfe in Anspruch, obwohl sie ihnen zusteht. Manche, weil sie vor dem Ausfüllen der Formulare ohne fremde Hilfe zurückschrecken, manche, weil ihnen die Wirtschaftshilfeprogramme gar nicht bekannt sind.

Die Online-Plattform www.durchblick-macher.de soll kleinen Unternehmen und Selbstständigen helfen, die richtigen Hilfen in der Corona-Krise zu finden. Das gemeinnützige Unternehmen Fairantwortung gAG präsentiert auf der Plattform die Hilfsangebote und unterstützt beim Ausfüllen der Formulare. Wenige Eingaben zur wirtschaftlichen Situation genügen, um eine individuelle Auswahl an Hilfsmaßnahmen zu erhalten.

Das Fachwissen kommt von mehr als 40 ehrenamtlich arbeitenden Experten, u. a. für Recht, Steuerberatung, IT und Management. Das Angebot ist kostenlos und es werden keine personenbezogenen Daten gespeichert. Auf die Online-Plattform verweist auch der Landtag von Baden-Württemberg.

Online-Plattform #DurchblickMacher