Corona-Hilfen

Die Corona-Pandemie trifft viele Unternehmen schwer. Bund, Länder und Kommunen reagieren darauf mit verschiedenen Hilfsprogrammen. Welche Wirtschaftshilfeprogramme für Ihr Unternehmen in Frage kommen, wie Sie die Hilfe erhalten können und aktuelle Neuerungen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Bitte beachten Sie: Die hier zur Verfügung gestellten Informationen dienen Ihnen als Hilfestellung. Aufgrund der sich dynamisch entwickelnden Situation können wir keine Garantie für Vollständigkeit und Aktualität übernehmen. Wir dürfen zudem keine Rechts- und Gesundheitsberatung durchführen. Die Informationen sind daher kein Ersatz für eine Rechtsberatung. Ebenfalls übernehmen wir keine Haftung für die Links Dritter auf diese Webseite.

Ab dem 01. Februar 2021 können mit neuen Förderbedingungen wieder Anträge für die Digitalisierungsprämie Plus gestellt werden. Mit der Prämie werden Digitalisierungsprojekte und Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aller Branchen mit bis zu 500 Beschäftigten gefördert.

Das Wirtschaftsministerium des Landes hatte sich aufgrund des Infektionsgeschehens zu einer „Antragspause“ entschlossen, da Förderanträge bei der Darlehensvariante persönlich bei der Hausbank eingereicht werden müssen. Angesichts des fortdauernden Lockdowns und immer drängenderen Herausforderungen bei der Digitalisierung ist die Antragsstellung nun wieder möglich. Unternehmen können Förderanträge sowohl in der Darlehens- als auch in der Zuschussvariante nun wieder stellen.

  • Digitalisierungsprämie Plus – Zuschussvariante (direkter Zuschuss)
  • Digitalisierungsprämie Plus – Darlehensvariante (zinsverbilligtes Darlehen mit Tilgungszuschuss)

Die angepassten Förderkonditionen sehen diese Zuschüsse vor:

  • 50 % (max. jedoch 6.000 Euro) für Digitalisierungsvorhaben in Höhe von 10.000 – 50.000 Euro
  • 12 % (max. jedoch 12.000 Euro) für Digitalisierungsvorhaben in Höhe von bis zu 120.000 Euro

Mit den angepassten Konditionen können voraussichtlich insgesamt 8.500 Fördervorhaben gefördert werden. Das Investitionsvolumen in Digitalisierung wird sich auf über 300 Millionen Euro erhöhen. Weitere Informationen zur Digitalisierungsprämie Plus finden Sie auf den Websites der L-Bank.

Zur Antragstellung Digitalisierungsprämie Plus – Darlehensvariante

Zur Antragstellung Digitalisierungsprämie Plus – Zuschussvariante

Die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie durch angeordnete Schließungen betreffen viele Unternehmen, Betriebe, Selbstständige und Einrichtungen direkt oder indirekt. Die Bundesregierung unterstützt Betroffene mit einer außerordentlichen Wirtschaftshilfe – der „November- und Dezemberhilfe“ – in Form von Zuschüssen.

Fördersummen – Höhe des Zuschusses

Der Zuschuss beträgt 75 % des jeweiligen durchschnittlichen Umsatzes im November und im Dezember 2019, tageweise anteilig für die Dauer der Corona-bedingten Schließungen.

Solo-Selbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober bzw. 30. November 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung bis einschließlich 31. Oktober 2020 gewählt werden.

Abschlagszahlungen

Seit 25. November 2020 werden bei Direktanträgen von Solo-Selbstständigen bis 5.000 Euro direkt ausgezahlt. Bei Anträgen über prüfende Dritte (Definition s. u. „Antragstellung“) werden Abschlagszahlungen von bis zu 10.000 Euro gezahlt.

Ab 11. Dezember 2020 beträgt die Höchstgrenze der Abschlagszahlungen bei Anträgen über prüfende Dritte 50.000 Euro. Antragsteller, die bereits eine auf 10.000 Euro gedeckelte Abschlagszahlung erhalten haben, erhalten eine weitere Abschlagszahlung bis zum Höchstbetrag von 50.000 Euro. Mit der Auszahlung dieser weiteren Abschlagszahlung wird sukzessive begonnen. Anfang Januar sollen die Zahlungen abgeschlossen sein.

  • Die vollständige Auszahlung der Novemberhilfen hat am 12. Januar 2021 begonnen.
  • Für die Dezemberhilfe werden seit dem 5. Januar 2021 zunächst Abschlagszahlungen gewährt.

Wer ist antragsberechtigt?

Grundsätzlich sind Unternehmen aller Größen (auch öffentliche und gemeinnützige), Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, Solo-Selbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen antragsberechtigt, deren wirtschaftliche Tätigkeit vom Corona-bedingten Lockdown im November und Dezember 2020 auf eine der folgenden Weisen betroffen ist:

  • direkt Betroffene im November
  • direkt Betroffene im Dezember
  • indirekt Betroffene
  • über Dritte Betroffene

Bitte beachten Sie:

Unternehmen, die erst aufgrund des bundesweiten „harten Lockdowns“ ab dem 16.12.2020 schließen mussten, können die Dezemberhilfe nicht beantragen. Für sie gibt es als Förderung die (verbesserte) Überbrückungshilfe III. Seit 10. Februar 2021 können Anträge auf Überbrückungshilfe III gestellt werden.

Ausführliche Informationen und FAQs

Antragstellung

Anträge können gestellt werden auf

  • Novemberhilfe bis zum 30. April 2021
  • Dezemberhilfe bis zum 30. April 2021

Die Antragsstellung erfolgt über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe. Der Antrag muss elektronisch durch eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine vereidigte Buchprüferin oder einen Buchprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt gestellt werden (so genannte prüfende Dritte).

Ausführliche Informationen zur Registrierung und Anmeldung für prüfende Dritte

Solo-Selbstständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt, sofern sie noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben.

Ausführliche Informationen zum Direktantrag für Soloselbständige

Die Überbrückungshilfe III unterstützt Unternehmen, Soloselbstständige sowie selbstständige Freiberufler, die durch die Pandemie einen Umsatzeinbruch zu verkraften haben.
Die Zuschüsse für den Förderzeitraum von November 2020 bis Juni 2021 müssen nicht zurückgezahlt werden.

Wer bereits eine November- und/oder Dezemberhilfe beantragt hat, kann für diese Monate allerdings keine Überbrückungshilfe III erhalten.

Die Überbrückungshilfe III wurde nochmals deutlich verbessert: Die Beantragung wurde vereinfacht, die Förderung großzügiger und sie steht mehr Unternehmen zur Verfügung.
Auch die besonderen Herausforderungen des Einzelhandels werden berücksichtigt.

Seit 10. Februar 2021 können Anträge gestellt werden. Seit dem 12. Februar zahlt der Bund Abschlagszahlungen mit Beträgen bis zu 400.000 Euro und seit
dem 26. Februar mit Beträgen bis zu 800.000 Euro. Die reguläre Auszahlung wird durch die Bundesländer im März erfolgen.

Seit 03. März 2021 können auch größere vom Lockdown betroffene Unternehmen die Überbrückungshilfe III beantragen. Die bislang geltende Umsatzhöchstgrenze
von 750 Millionen Euro entfällt für Unternehmen

  • des Einzelhandels,
  • der Veranstaltungs- und Kulturbranche,
  • der Hotellerie,
  • der Gastronomie,
  • und der Pyrotechnikbranche,

die von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses betroffen sind, sowie für

  • Unternehmen des Großhandels und
  • der Reisebranche.

Der Zugang zur Überbrückungshilfe III wurde vereinfacht und erweitert: Alle Unternehmen mit mehr als 30 % Umsatzeinbruch können
die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten.

Antrags- und förderberechtigt sind Unternehmen,

  • die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben.

Betriebe können die Überbrückungshilfe III für den betreffenden Monat beantragen, in dem sie diese Voraussetzung erfüllen.
Damit fällt die Unterscheidung weg in Betriebe, die von der Schließung betroffen oder nicht betroffen waren, ebenso wie die Pflicht,
Umsatzeinbrüche außerhalb des Förderzeitraums November 2020 bis Juni 2021 zu belegen.

Wie wird gefördert?

Unternehmen erhalten eine gestaffelte Fixkostenerstattung in Höhe von bis zu

  • 90 % ihrer monatlichen Fixkosten, wenn ihr Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 um mehr als 70 % eingebrochen ist.
  • 60 % ihrer monatlichen Fixkosten, wenn ihr Umsatz um 50 bis 70 % eingebrochen ist.
  • 40 % ihrer Fixkosten, wenn ihr Umsatz zwischen 30 und 50 % eingebrochen ist.

Die Höhe der Überbrückungshilfe III richtet sich nach den betrieblichen Fixkosten. Das Fördervolumen und die Abschlagshöhe wurden erhöht:

  • bis zu 1,5 Mio. Euro Überbrückungshilfe pro Monat
  • Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro für einen Fördermonat
  • Überbrückungshilfe III auch für November und Dezember 2020

Unter anderem werden diese Fixkosten anerkannt und erstattet:

  • Miete und Pachten von Gebäuden und Räumen
  • Miete von Fahrzeugen und Maschinen, die betrieblich genutzt werden.
  • Zinsaufwendungen für betriebliche Kredite und Darlehen
  • Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen
  • Betriebliche Versicherungen
  • Kosten für Telekommunikation (Telefonie, Internet, Server u. ä.)
  • Gebühren für Müllentsorgung und Straßenreinigung
  • Kfz-Steuer für gewerblich genutzte PKW und andere in fixer Höhe regelmäßig anfallende Steuern
  • Betriebliche fortlaufende Kosten für externe Dienstleister, z. B. für die Finanz- und Lohnbuchhaltung,
    die Erstellung des Jahresabschlusses, Reinigung, Hausmeister u. ä.
  • Betriebliche Lizenzgebühren, zum Beispiel für IT-Systeme
  • Grundsteuern
  • Kosten für den Steuerberater, die bei der Beantragung der Überbrückungshilfe III anfallen.
  • Personalkosten für Mitarbeiter, die nicht komplett in Kurzarbeit sind
    (Pauschale in Höhe von 20 % der bisher genannten förderfähigen Fixkosten).
  • Kosten für Azubis (zu 100 %, einschließlich der Sozialversicherungsbeiträge)

 

Mit der Überbrückungshilfe III werden außerdem folgende Kosten erstattet:

  • Modernisierungs-, Renovierungs- und Umbaumaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten
    von bis zu 20.000 Euro pro Monat, die von März 2020 bis Juni 2021 angefallen sind.
  • Abschreibungen von Wirtschaftsgütern bis zu 50 %. (Beispiel: Ein Schausteller, der ein Karussell gekauft und per Kredit
    oder aus dem Eigenkapital finanziert hat, kann die Hälfte der monatlichen Abschreibung als Kosten ansetzen.
  • Marketing- und Werbekosten (max. in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahr 2019)
  • Investitionen in die Digitalisierung (z. B. Aufbau und Erweiterung eines Online-Shops, Eintrittskosten bei einer Online-Plattform) –
    einmalig förderfähig sind bis zu 20.000 Euro.

Regelungen für besonders betroffene Branchen

Unternehmen aus besonders von der Corona-Krise betroffenen Branchen werden weitere Kosten anerkannt.
Dies betrifft Einzelhändler, Soloselbstständige, die Reisebranche, Unternehmen der Pyrotechnik sowie die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft.

Sonderregeln für Händler

Da Einzelhändler durch den Lockdown Saisonware nicht verkaufen können, erkennt die Bundesregierung den Wertverlust von
Saison- und verderblicher Ware im Winter 2020/2021 als Kostenposition an.

  • Händler können die Warenabschreibungen zu 100 % als förderfähige Fixkosten ansetzen. Das gilt zusätzlich zur
    Möglichkeit, Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit 50 % abzuschreiben.
  • Reisebranche: externe Vorbereitungs- und Ausfallkosten werden um eine 50 %-ige Pauschale für interne Kosten
    erhöht und können bei den Fixkosten berücksichtigt werden.

Wie können Anträge gestellt werden?

Die Antragstellung erfolgt über die bundesweit einheitlich digitale Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Unternehmen müssen Anträge elektronisch durch „prüfende Dritte“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte) stellen.
Die Bewilligungsstellen der Bundesländer prüfen den Antrag und leiten die Auszahlung des Geldes in die Wege.

Weitere Informationen zur Überbrückungshilfe III

 

Neustarthilfe für Soloselbstständige

Zur Überbrückungshilfe III gehört auch die so genannte „Neustarthilfe für Soloselbstständige“. Mit der Neustarthilfe werden Soloselbstständige
in allen Wirtschaftszweigen unterstützt, die im Förderzeitraum vom 01. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt hohe Umsatzeinbußen verzeichnen,
aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt.
Soloselbstständige können einmalig 50 % des Referenzumsatzes als Zuschuss erhalten, max. 7.500 Euro.

Die Neustarthilfe muss nicht auf Leistungen der Grundsicherung angerechnet und nicht zurückgezahlt werden.

Die Neustarthilfe kann seit 16. Februar 2021 beantragt werden.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind Soloselbstständige, deren Einkommen im Jahr 2019 zu mindestens 51 % aus selbstständiger Tätigkeit stammte.
Mitte Januar hat die Bundesregierung den Förderkreis auf „unständig Beschäftigte“ erweitert, um damit auch Theater- und Medienschaffenden
zu helfen, die vor der Pandemie von wechselnden Engagements lebten. Sie werden Soloselbstständigen insoweit gleichgestellt.

Höhe der Neustarthilfe

Die volle Neustarthilfe wird gewährt, wenn der Umsatz vom Januar bis Juni 2021 im Vergleich zu einem sechsmonatigen Referenzumsatz 2019
um 60 % oder mehr zurückgeht. Der Referenzumsatz beträgt in der Regel 50 % des Gesamtumsatzes 2019.

Beispiel: Bei einem Umsatz von 20.000 Euro im Gesamtjahr 2019 werden also 5.000 Euro Neustarthilfe gezahlt
(= 50 % des Referenzumsatzes für sechs Monate im Jahr 2019 (= 10.000 Euro).

Betroffene, die sich nach dem 01. Oktober 2019 selbstständig gemacht haben, können statt des durchschnittlichen Umsatzes im Jahr 2019
den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 wählen. Alternativ kann auch der
durchschnittliche Monatsumsatz des dritten Quartals 2020 (01. Juli bis 30. September 2020) herangezogen werden.

Antragstellung auf Neustarthilfe

Soloselbstständige, die Neustarthilfe beantragen, können Anträge selbst über die Überbrückungshilfe-Plattform stellen und dazu
das von der Steuererklärung bekannte Elster-Zertifikat nutzen.

Die Auszahlung der Neustarthilfe soll in der Regel wenige Tage nach Antragstellung als Vorschuss erfolgen, bevor die tatsächlichen
Umsätze im Förderzeitraum feststehen.

Weitere Informationen zur Neustarthilfe, auch zur Endabrechnung

Die Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe als existenzsichernde Alternative zur Überbrückungshilfe III des Bundes für das erste Quartal 2021 wurde verlängert. Jetzt kommt sie mit angepassten Förderkonditionen zum Einsatz. Damit können Gastronomen und Hoteliers aus Baden-Württemberg erneut Hilfen beantragen. Die Stabilisierungshilfe II wird denjenigen Betrieben des schwer getroffenen Gastgewerbes zur Verfügung stehen, deren Fortbestand mit der Überbrückungshilfe III nicht gewährleistet werden kann.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind weiterhin gewerbliche Unternehmen, Soloselbstständige und Sozialunternehmen aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe, die unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einen Liquiditätsengpass geraten sind. Dies ist der Fall, wenn die Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb nicht ausreichen, um die laufenden Sach-, Personal- und Finanzkosten zu decken.

Förderzeitraum und Höhe der Förderung

Als Förderzeitraum kann ein bis zu dreimonatiger Zeitraum zwischen dem 01. Januar 2021 und dem 31. März 2021 gewählt werden.

Betriebe, die mindestens 50 % ihres Umsatzes im Bereich Hotel- und Gaststättengewerbe erzielen, erhalten

  • eine Förderung von bis zu 3.000 Euro
  • zuzüglich 2.000 Euro für jeden Vollzeitbeschäftigten.

Betriebe, die zwischen mindestens 30 und 50 % ihres Umsatzes in diesem Bereich erwirtschaften, erhalten

  • eine Förderung von bis zu 2.000 Euro
  • zuzüglich 1.000 Euro für jeden Vollzeitbeschäftigten.

Die Förderung wird bis zur vollen Höhe des im Antragszeitraum nachgewiesenen Liquiditätsengpasses ausgezahlt.

Antragstellung

Anträge können voraussichtlich ab der letzten Februarwoche bis zum 28. April 2021 gestellt werden. Die Industrie- und Handelskammern im Land werden die Anträge annehmen und vorprüfen. Die vertiefte Prüfung sowie die Bewilligung und Auszahlung erfolgt über die L-Bank.

Wir informieren an dieser Stelle weiter.

Weitere Informationen auf der Website der Landesregierung

Inmitten der Corona-Krise muss sich die Autoindustrie strategisch neu ausrichten und Transformationsaufgaben, wie zum Beispiel neue Mobilitätsdienstleistungen, Digitalisierung und Elektrifizierung, stemmen. Dies ist vor allem für die Zulieferer und das Kfz-Gewerbe eine Herausforderung.

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg unterstützt nun kleine und mittelständische Unternehmen mit externer strategischer Beratung rund um die Transformation der Automobilwirtschaft. Ab sofort können sich Unternehmen mit bis zu 3.000 Beschäftigten für einen „Beratungsgutschein Transformation Automobilwirtschaft BW“ bewerben.

Der Gutschein steht für eine strategische Beratung in zahlreichen Themenfeldern, unter anderem

  • Geschäftsmodellentwicklung
  • Produktentwicklung
  • Digitalisierungsmaßnahmen
  • Qualifizierung
  • Weiterbildung

durch bei der Lotsenstelle „Transformationswissen BW“ gelistete Beraterinnen und Berater.
Der Zuschuss pro Unternehmen beträgt insgesamt max. 10.000 Euro.

Das Ministerium stellt für das neue Förderangebot im Rahmen des „Strategiedialogs Automobilwirtschaft BW“ rund 3,65 Mio. Euro bereit.
Das Programm wird gemeinsam mit der Landeslotsenstelle Transformationswissen BW* umgesetzt.

Die Antragsunterlagen und weitere Informationen zu den Beraterinnen und Beratern, den Beratungsthemenfeldern sowie zur Förderrichtlinie finden Sie hier.

Flyer Beratungsgutschein Transformation Automobilwirtschaft

*Landeslotsenstelle Transformationswissen BW

Die neue Landeslotsenstelle „Transformationswissen BW“ unterstützt mit einem vielfältigen Angebot insbesondere mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg dabei, die Prozesse und Chancen der Transformation der Automobilwirtschaft einzuschätzen. Informieren Sie sich weiter mit einem aufschlussreichen Video.

Invest BW – Förderung von Innovations- und Technologievorhaben

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat am 15. Januar 2021 Invest BW gestartet – das größte branchenoffene Investitions- und Innovationsförderprogramm Baden-Württembergs. 300 Mio. Euro Landesfördergelder sollen Unternehmen in der Coronakrise einen Schub geben und ihnen bei Investitionen und Zukunftstechnologien helfen. Mitte Dezember 2020 beschloss die Landesregierung die Eckpunkte des Programms. Die erste Tranche des Fördergeldes über 150 Mio. Euro soll jetzt zur Verfügung stehen.

Das Programm besteht aus zwei Linien:

Invest BW für Innovationsvorhaben

Für die Erforschung und Entwicklung von Innovationen gibt es

  • bis zu fünf Mio. Euro Zuschuss.

Invest BW für Zukunftsinvestitionen

Zur Erweiterung oder zum Aufbau eines neuen Standortes (Ansiedlungen) oder für Investitionen in die Transformation oder Diversifizierung einer Betriebsstätte können Unternehmen

  • bis max. eine Million Euro bekommen.

Wer wird gefördert?

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe, die ihren Sitz, eine Niederlassung oder eine Betriebsstätte in Baden-Württemberg haben oder errichten wollen. Der Umsetzungszeitraum der Förderprojekte soll 24 Monate betragen.

Eine Antragstellung ist ab sofort auf der Website Invest BW möglich.

Wie gefördert wird und weitere Voraussetzungen für eine Förderung erfahren Sie auf der Website des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg

Die Landesregierung unterstützt kleinere und mittlere Gastronomie- und Tourismusbetriebe bei Investitionen. Das Tourismusfinanzierungsprogramm plus ist eine Ergänzung bereits bestehender Förderprogramme des Landes und soll helfen, die Grundlagen für einen Neustart nach den Corona-Einschränkungen zu schaffen.

Kredit in Kombination mit Tilgungszuschuss

Mit dem neuen Programm bietet die L-Bank künftig einen Kredit in Kombination mit einem Tilgungszuschuss in Höhe von maximal 25 % beziehungsweise bis zu 200.000 Euro an.

Gefördert werden Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in touristische Einrichtungen, wie zum Beispiel

  • Modernisierungen, darunter auch Digitalisierungsprojekte
  • Sanierungen von Gebäuden
  • Erweiterungen in Verbindung mit Modernisierungen
  • Neubauten
  • Investitionen in eine touristische Einrichtung

Werden im Rahmen von Betriebsübernahmen Investitionen getätigt, so sind auch diese förderfähig.

Seit 01. Februar 2021 können die Anträge über die L-Bank gestellt werden.

Durch die Hausbankbindung ist kein zusätzlicher Aufwand für Beantragung zu erwarten. Falls Betriebe nicht über ausreichende Kreditsicherheiten verfügen, kann die Hausbank eine Bürgschaft bei der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg oder bei der L-Bank beantragen.

Weitere Informationen der Landesregierung

Merkblatt Tourismusfinanzierung Plus

(Bitte nach unten scrollen)

 

In Krisenzeiten wie in der derzeitigen Corona-Krise können Unternehmen dank Kurzarbeit auf Entlassungen verzichten und Fachkräfte im Betrieb halten. So lassen sich im anschließenden Aufschwung zusätzliche Kosten, etwa durch Neueinstellungen, vermeiden und die betriebliche Entwicklung kann ungebremst weitergehen.

Die Bundesregierung hat am 24. März 2021 den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld um drei Monate bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Nach aktueller Rechtslage gelten die Erleichterungen nur für Betriebe, die bis zum 31. März 2021 Kurzarbeit eingeführt haben.

Wegen der andauernden Corona-Pandemie hat die Bundesregierung die Bezugsdauer verlängert und das Kurzarbeitergeld erhöht.

Die Bezugszeit für das Kurzarbeitergeld wird auf bis zu 24 Monate verlängert, im Maximalfall bis zum 31. Dezember 2021. Die Verlängerung gilt für alle Betriebe mit einem Beginn der Kurzarbeit bis zum 31. Dezember 2020.

  • Es reicht, wenn 10 % der Beschäftigten des Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind.
  • Die vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge während der Kurzarbeit wird bis 30. Juni 2021 verlängert. Vom 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021 werden die Sozialversicherungsbeiträge zu 50 Prozent erstattet, wenn mit der Kurzarbeit bis 30. Juni 2021 begonnen wurde.
  • Kurzarbeitergeld ist auch für Beschäftigte in Zeitarbeit möglich.
  • Übernommen werden 60 % bzw. 67 % (bei Eltern) des ausgefallenen Nettolohns.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

Das Kurzarbeitergeld wird erhöht. Diese Regelung wird bis zum 31. Dezember 2021 für alle Beschäftigten verlängert, deren Anspruch auf diese Leistung bis zum 31. März 2021 entstanden ist. Im Einzelnen steigt das Kurzarbeitergeld:

Für alle, die Kurzarbeitergeld für eine um mindestens 50 % reduzierte Arbeitszeit beziehen, beträgt es

  • vom 4. Monat an 70 % bzw. 77 % (bei Eltern)
  • und vom 7. Monat an auf 80 % bzw. 87 %.

Die Berücksichtigung der Bezugsmonate von Kurzarbeitergeld gilt seit dem 1. März 2020.

Anhebung des Kurzarbeitergeldes

Informationen zum Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit

Merkblatt Kurzarbeitergeld: Coronavirus – Informationen für Unternehmen

FAQs zur Kurzarbeit der IHK Region Stuttgart

Nutzung von Außenflächen – Heizstrahler

Die Stadt Sindelfingen unterstützt die Gastronomie in Corona-Zeiten doppelt: Die Sondernutzungserlaubnis für bestehende Freiterrassen wird verlängert. Ebenso genehmigt die Stadt das Aufstellen von Heizstrahlern.

Die vergangenen Monate waren auch für die Sindelfinger Gastronomie herausfordernd. Als Unterstützung hat die Stadtverwaltung Ende Mai den Beschluss gefasst, Gastronomen die Sondernutzungsgebühren für das Jahr 2020 zu erlassen und Anträge auf die Nutzung weiterer Flächen im Außenbereich großzügig zu handhaben.

Nun steht die kalte Jahreszeit bevor. Bedingt durch Abstandsregelungen und die damit verbundenen beschränkten Innenflächen, stehen Gastronomen erneut vor Herausforderungen.

Darum wird die

  • Sondernutzungserlaubnis für bestehende Freiterrassen bis zum 30. April 2021 verlängert.
  • Zusätzlich wird auf Antrag das Aufstellen von Heizstrahlern und Heizpilzen erlaubt.

Aus Gründen des Klimaschutzes appelliert die Stadt an die Betreiber, möglichst klimaschonende Heizgeräte zu verwenden und sie mit Ökostrom zu betreiben.

Die bestehenden Sondernutzungserlaubnisse für Freiterrassen werden ohne erneute Antragstellung verlängert.

Anträge zur Aufstellung von Heizstrahlern bzw. -pilzen können per E-Mail an die Stadt gestellt werden.

 

Der Beteiligungsfonds Baden-Württemberg ist gestartet. Ziel ist es, den für die Stabilisierung eines Unternehmens erforderlichen Betrag zur Verfügung zu stellen und so seine Kreditfähigkeit nachhaltig wiederherzustellen. Unternehmen können vom Beteiligungsfonds zeitlich begrenzte Mittel mit Eigenkapitalcharakter erhalten. Im Fokus stehen die Stabilisierung von Produktionsketten und die Sicherung von Arbeitsplätzen im Land.

Wer wird gefördert?

Der Beteiligungsfonds richtet sich an baden-württembergische Unternehmen zwischen 50 und 250 Mitarbeitern.

Voraussetzung für die Beantragung des Beteiligungsfonds ist

  • ein ausgewiesener Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro
    oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr vor dem 01. Januar 2020
  • ein Unternehmenssitz oder ein klarer Tätigkeitsschwerpunkt in Baden-Württemberg
  • eine große Bedeutung des antragstellenden Unternehmens für die wirtschaftliche Stabilität des Landes Baden-Württemberg

Antragstellung

Anträge auf die Gewährung einer Rekapitalisierungsmaßnahme durch den Beteiligungsfonds können beim Wirtschaftsministerium eingereicht werden. Die Mindesthöhe einer Rekapitalisierungsmaßnahme pro Unternehmen beträgt 800.000 Euro. Die vertiefte Prüfung der Anträge erfolgt durch die L-Bank.

Weitere Informationen auf der Website des Landes Baden-Württemberg

Weitere Informationen der L-Bank

Ein Förderprogramm des Landes zur Stärkung des Eigenkapitals soll Start-ups und kleinen Mittelständlern durch die Corona-Krise helfen. Das Mezzanine-Beteiligungsprogramm ist am 14. September 2020 angelaufen und unterstützt Unternehmen bei der Sicherung ihrer Geschäfte durch notwendige Investitionen und Betriebsmittel.

Mezzanine-Kapital ist eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital. Die Unternehmen werden mit typisch stillen Beteiligungen unterstützt, die sie als Eigenkapital verbuchen können, ohne dass die Kapitalgeber dafür Stimmrechte oder sonstige Einflussmöglichkeiten bekommen.

Das Mezzanine-Programm soll Unternehmen zu einer stärkeren Eigenkapitalbasis verhelfen. Damit sollen ihre Aussichten auf herkömmliche Bankkredite verbessert werden, damit sie die Chancen des Aufschwungs nutzen können.

Die Förderung beträgt bis zu 800.000 Euro pro Unternehmen. Umgesetzt wird das Landesprogramm in Zusammenarbeit mit dem Bund und der Förderbank KfW.

Jetzt wurde das Mezzanine-Beteiligungsprogramm bis 30. Juni 2021 verlängert.

Weitere Informationen und Antragstellung

Das im Sommer 2020 von der Landesregierung beschlossene Förderprogramm „Stabilisierungshilfen Bustouristik 2020“ für Unternehmen der Reisebusbranche, die aufgrund des monatelangen Verbots von touristischen Busreisen in Liquiditätsengpässe gerieten, wird 2021 verlängert.

Das Programm soll dem Erhalt der Bustourismusbranche in Baden-Württemberg in der derzeitigen Krise bis zum Neustart der Bustouristik im Land dienen und es soll jetzt umgesetzt werden.

Die Stabilisierungshilfen errechnen sich anhand von Festbeträgen pro Fahrzeug, die je nach Fahrzeugklasse, Schadstoffklasse und prozentualem Anteil der touristischen Reisen im gesamten Unternehmen gestaffelt sind.

Weitere Informationen auf der Website des Landes Baden-Württemberg

Informationen zur Antragsstellung Corona-Förderprogramm „Stabilisierungshilfe Bustouristik“

Durch das Verbot von Großveranstaltungen sind Schausteller und die Veranstaltungsbranche mit am härtesten von der Corona-Krise betroffen. Die Absage oder die Verkleinerung von Märkten stellt sie vor weitere Probleme.

Das Förderprogramm „Tilgungszuschuss Corona für Unternehmen aus dem Schaustellergewerbe, der Veranstaltungs- und Eventbranche sowie dem Taxigewerbe“ des Landes Baden-Württemberg unterstützt Unternehmen und Selbstständige dieser Branchen bei den nach dem Regeltilgungsplan im Jahr 2020 anfallenden Tilgungsraten. Das Programm ist eine Ergänzung zur bestehenden „Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen“ des Bundes.

Die Antragsfrist wurde bis zum 24. Februar 2021 verlängert.

Was und wie wird gefördert?

  • Die Förderung kann nur für ab dem 01. Januar 2020 zu leistende Tilgungsverpflichtungen gewährt werden.
  • Das dem Kreditvertrag zugrundeliegende Realgeschäft muss vor dem 11. März 2020 erfolgt sein.

Von der ermittelten Jahrestilgungsrate wird einmalig die Hälfte mit einem Anteil von 80 Prozent gefördert. Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für jeden Antragstellenden.

Das Programm ist kumulierbar mit der Überbrückungshilfe des Bundes und der Landesaufstockung mit dem fiktiven Unternehmerlohn.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind Unternehmen, einschließlich Solo-Selbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb mit Unternehmenssitz in Baden-Württemberg aus den Wirtschaftsbereichen der

  • Schausteller
  • Marktkaufleute
  • Veranstaltungs- und Eventbranche
  • Taxi- und Mietwagenunternehmen.

Taxi- und Mietwagenunternehmen müssen einen Umsatzeinbruch von mehr als 50 Prozent in den Monaten März bis August 2020 im Vergleich zu den Vorjahresmonaten nachweisen. Auch Unternehmen, die Mietwagen mit Fahrer anbieten, sind antragsberechtigt.

Hilfestellung bei der Feststellung der Antragsberechtigung und bei der Beantragung bieten die Industrie- und Handelskammern, Telefon-Hotline: 0711 2005 1677

Wie werden Anträge eingereicht?

Alle Antrags- und Anlagenformulare können auf der Website des Wirtschaftsministeriums heruntergeladen werden. FAQs geben Antworten zu den wichtigsten Fragen.

Die vollständigen Anträge mit den geforderten Anlagen können bis spätestens 24. Februar 2021 über das Portal www.bw-tilgungszuschuss.de eingereicht werden.

Durch die Corona-Krise sind insbesondere Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige stark beeinträchtigt und durch fehlende Liquidität in ihrer Existenz bedroht. Oft können sie keine regulären Kredite aufnehmen, weil der Bank die Sicherheiten fehlen. Der KfW-Schnellkredit des Bundes steht jedoch nur Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten zur Verfügung. Diese Lücke schließt das Land mit einem erweiterten Angebot der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg.

Das Wirtschaftsministerium stellt gemeinsam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg Sofortbürgschaften für Solo-Selbstständige, Freiberufler und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten bereit.

Seit 15. Juli 2020 können die Sofortbürgschaften beantragt werden.

Antragstellung auf zwei Wegen:

Portal „Ermöglicher“

Über das Portal Ermoeglicher.de können Antragsteller bei einer positiven Prüfung eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 % für einen Kredit bis zu 250.000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten. Diese Vorabzusage wird direkt an ein Kreditinstitut nach Wahl zugeleitet. So können auch Unternehmen, die keine Hausbank haben, ihre Anfrage online und bankenunabhängig stellen. In diesen Fällen soll die Bürgschaft auf 100 % erhöht werden können.

Hausbankverfahren

Der Antragsweg ist auch über das klassische Hausbankverfahren möglich. Hier beantragt die Hausbank eine Bürgschaft in Höhe von 90 % für ein Darlehen bis zu 125.000 Euro. Für eine spätere weitere Finanzierung bis maximal 125.000 Euro kann sie auf Wunsch eine 100 % Bürgschaft erhalten.

Portal Ermoeglicher.de

Bürgschaftsbank Baden-Württemberg

Die „Krisenberatung Corona“ wurde bis zum 30. Juni 2021 verlängert.  Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern können sich bei einem von vier branchenorientierten Beratungsdiensten informieren und eine kostenlose Beratung durch einen erfahrenen Experten erhalten.

Dabei geht es beispielsweise darum, wie die eigene unternehmerische Lage zu bewerten ist, welche Fördermöglichkeiten es gibt und welche Strategie dabei helfen kann, die Krise zu überwinden. Die Unternehmen können bis zu vier Beratungstage kostenlos in Anspruch nehmen. Gemeinsam können sie mit den vom Land finanzierten Beratern auch eine Liquiditätsplanung durchführen lassen und sich auf anstehende Gespräche mit Banken vorbereiten.

Für die „Krisenberatung Corona“ wurden diese Beratungsdienste beauftragt:

  • das RKW Baden-Württemberg
  • die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (BWHM)
  • die DEHOGA Beratung und
  • die Unternehmensberatung des Handelsverbandes Baden-Württemberg

Interessierte Unternehmen können sich direkt an die Beratungsdienste wenden. Bei einem Erstgespräch werden die Fördervoraussetzungen abgeklärt, die Beratungsbedarfe analysiert und ein geeigneter Krisen- und Sanierungsexperte vermittelt.

Weitere Informationen

Bei der Landesbank kann grundsätzlich auf die bestehenden Programme zurückgegriffen
werden:

1. Liquiditätskredit

Mit dem Liquiditätskredit können kleine und mittelständische Unternehmen in
Baden-Württemberg mit (in der Regel) bis zu 500 Mitarbeitern ihren Liquiditätsbedarf mit
einem Darlehen in Höhe von bis zu 5 Mio. Euro – im Einzelfall auch darüber – decken.

Das Programm ist mit einem flexiblen Laufzeitangebot zwischen 4 und 10 Jahren und im
Gegensatz zu allen anderen Förderprogrammen mit einem kostenfreien Sondertilgungsrecht
ausgestattet (Auszahlungskurs: 99 %). Es ist u. a. auch die kurzfristige Umschuldung aus dem Kontokorrent möglich.

2. Liquiditätskredit Plus

Der Liquiditätskredit wurde um die Fördervariante Liquiditätskredit Plus erweitert. Diese wurde jetzt bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Sie kann ausschließlich Liquiditätsbedarf finanziert werden, welcher sich auf Betriebsstätten in Baden-Württemberg bezieht.

Antragsteller:
• junge und etablierte mittelständische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (bis zu 500 Beschäftigte)
• freiberuflich Tätige (in der Regel bis 500 Beschäftigte)
• Kleinstunternehmen
• Start-Ups und neu gegründete Unternehmen

Voraussetzung für Förderung:
• tragfähiges Geschäftsmodell
• 2020 muss mit einem coronabedingten Umsatzrückgang von mindestens 15% gerechnet werden
• bei jungen Unternehmen oder Unternehmen nach größeren Erweiterungsinvestitionen muss der Umsatz im Jahr 2020 um mind. 15 % hinter der Prognose zurückliegen

Kredit:
• Maximaler Kreditbetrag: 5 Mio. EUR
• Tilgungszuschuss 10%, max. 300.000 EUR
• nach Einreichung des Verwendungsnachweises wird der Tilgungszuschuss gutgeschrieben. Dies führt zu einer Verkürzung der Laufzeit des Darlehens
• Keine kostenlose Sondertilgung möglich
• Bürgschaft bis zu 90 % möglich

Kombination mit anderen Förderprogrammen:
• Grundsätzlich in Kombination mit der „Corona-Soforthilfe B-W“ möglich.
• Ein Wechsel in die Programmvariante Plus ist ausgeschlossen, wenn das Unternehmen auf einen in den Monaten März bis Mai 2020 zugesagten Liquiditätskredit verzichtet.
• Liquiditätsbedarf kann nicht gleichzeitig mit dem „Liquiditätskredit Plus“ und dem „KfW-Schnellkredit 2020“ oder dem „KfW-Sonderprogrammen 2020“ finanziert werden. Auf eine bereits vorliegende Zusage im „KfW-Schnellkredit 2020“ oder im „KfW-Sonderprogramm 2020“ (mit den Programmen KfW-Unternehmerkredit oder ERP-Gründerkredit) kann allerdings verzichtet und ein Antrag auf einen „Liquiditätskredit Plus“ gestellt werden.

Liquiditätskredit und Liquiditätskredit Plus

Um kleinen Unternehmen und Mittelständlern durch die Corona-Krise zu helfen, hat die staatliche Förderbank KfW ein zusätzliches Hilfsprogramm aufgelegt. Die Darlehen sind ausschließlich zur Finanzierung von Betriebsmitteln und Investitionen gedacht.

Im Rahmen der Überbrückungshilfe III, die am 01. Janaur 2021 startet, soll der Schnellkredit der KfW erweitert und auch Unternehmen mit weniger als 11 Beschäftigten zugänglich gemacht werden.

Die KfW übernimmt eine 100-Prozent-Garantie der Kreditsumme, die bei der Hausbank beantragt wird. Diese führt eine Legitimationsprüfung durch und bestätigt mit Antragstellung, dass die Programmbedingungen eingehalten sind. Der KfW-Schnellkredit 2020 ist befristet bis zum 31.12.2020. Bis zu diesem Zeitpunkt darf der Antragsteller zusätzlich zum KfW-Schnellkredit 2020 keinen weiteren KfW-Kredit beantragen.

Kreditsummen:

Möglich sind KfW-Schnellkredite mit Kreditvolumen bis max. 25 % des Jahresumsatzes 2019.

  • Unternehmen mit 11 bis 50 Beschäftigten: bis 500.000 Euro
  • Größere Unternehmen: bis 800.000 Euro

Konditionen:

Der Zinssatz orientiert sich am Kapitalmarkt und wird bei Zusage durch die KfW festgelegt. Die Laufzeit beträgt bis zu 10 Jahren.

Vergabebedingungen:

Das Unternehmen

  • bestand bereits Anfang 2019 und machte Gewinn.
  • befindet sich in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen und nicht in Insolvenzverfahren.

Kombination mit anderen Förderprogrammen:

  • Die Kombination mit Instrumenten des Wirtschaftsstabilisierungsfonds und den erweiterten Programmen der Bürgschaftsbank ist ausgeschlossen.
  • Die Kombination mit dem Liquiditätskredit der L-Bank ist möglich, wenn es sich um zwei getrennte Vorhaben handelt.

Weitere Informationen auf der Website der KfW-Bank

Antragsvorbereitung KfW-Schnellkredit 2020

Das KfW-Sonderprogramm 2020 steht sowohl kleineren, mittelständischen als auch Großunternehmen zur Verfügung, die wegen der Corona-Krise vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind. Anträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Ein Kredit für Investitionen und Betriebsmittel kann bei der Hausbank beantragt werden.

Niedrige Zinssätze und eine vereinfachte Risikoprüfung der KfW bei Krediten bis zu drei Mio. Euro schaffen Erleichterung für die Wirtschaft. Eine höhere Haftungsfreistellung durch die KfW von bis zu 90 % bei laufenden Kosten und Anschaffungen von kleinen und mittleren Unternehmen erleichtern Banken und Sparkassen die Kreditvergabe.

Checkliste Voraussetzungen zur Kreditvergabe aus dem Sonderprogramm

Das KfW-Sonderprogramm wird umgesetzt über die Programme:

  • KfW-Unternehmerkredit (für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind)
  • ERP-Gründerkredit – Universell (für Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind)
  • Direktbeteiligung an Konsortialfinanzierungen

KfW-Unternehmerkredit und ERP-Gründerkredit

Das Wichtigste in Kürze:

  • Für Anschaffungen und laufende Kosten
  • Reduzierter Zinssatz von 1,00 bis 2,12 % p.a.
  • Bis zu 90 % des Bankenrisikos übernimmt die KfW
  • Kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 1 Mrd. Euro
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung sowie 2 Jahre keine Tilgung

Weitere Informationen zum KfW-Unternehmerkredit

Merkblatt KfW-Unternehmerkredit

Weitere Informationen zum ERP-Gründerkredit

Merkblatt ERP-Gründerkredit – Universell

Sind Hausbanken auf Grund fehlender Sicherheiten von kleinen und mittleren Unternehmen nicht in der Lage, Liquiditäts- bzw. Betriebsmittelkredite zur zeitlichen Überbrückung zu gewähren, können die Bürgschaftsbank oder die L-Bank bis zu 80 Prozent des Risikos abnehmen.

• Die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg vergibt Bürgschaften bis zu 2,5 Mio. Euro

• Die L-Bank ist zuständig für Bürgschaften über 2,5 und unter 5 Mio. Euro

• Die L-Bank wickelt zudem die Landesbürgschaft – Bürgschaften über 5 Mio. Euro – ab

Weitere Informationen der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg

Die KfW beteiligt sich an Konsortialfinanzierungen für Investitionen und Betriebsmittel von mittelständischen und großen Unternehmen und ermöglicht individuell strukturierte, passgenaue Konsortialfinanzierungen. Die KfW fördert alles für die unternehmerische Tätigkeit Notwendige.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Für Anschaffungen und laufende Kosten (Investitionen und Betriebsmittel)
  • Für Vorhaben in Deutschland
  • Finanzierungsanteil der KfW mindestens 25 Mio. Euro im Rahmen eines Bankenkonsortiums
  • Bis zu 80 % des Bankenrisikos übernimmt die KfW
  • Flexible Finanzierungsstrukturen

Weitere Informationen zur Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung

Merkblatt KfW-Sonderprogramm „Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung“

 

Adressat des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) des Bundes sind insbesondere große und bisher solvente Unternehmen, die durch die Corona-Krise mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen haben. Der WSF federt die ökonomischen Auswirkungen auf Unternehmen ab, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort oder den Arbeitsmarkt in Deutschland hätte. Der Fonds soll ebenfalls Liquiditätsengpässe beseitigen, die Refinanzierung am Kapitalmarkt unterstützen und die Kapitalbasis von Unternehmen stärken. Der WSF soll zunächst bis Ende 2021 bestehen. Er ergänzt die Sonderprogramme der KfW.

Zugang zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds erhalten Unternehmen, die

  • eine Bilanzssumme von mehr als 43 Millionen Euro aufweisen.
  • Umsatzerlöse von mehr als 50 Millionen Euro erzielen.
  • mehr als 249 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt beschäftigen.

Der WSF lässt sich auch von systemrelevanten kleineren Unternehmen in Anspruch nehmen, die wichtig für die kritische Infrastruktur Deutschlands sind. Anspruch haben auch Start-ups, die seit dem 01.01. 2017 in mindestens einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit einem Unternehmenswert von mindestens 50 Millionen Euro einschließlich des durch diese Runde eingeworbenen Kapitals bewertet wurden.

Weitere Informationen zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF)

Die bestehende Rahmenrichtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur Förderung unternehmerischen Know-hows wurde um ein Modul für Corona betroffene KMU und Freiberufler bis zunächst 31. Dezember 2020 ergänzt.

Grundlegende Anpassungen sind u.a.:

  • betroffene Unternehmen erhalten einen Zuschuss für eine Beratungsleistung in Höhe von 100 %, maximal jedoch 4.000 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung)
  • betroffene Unternehmen können bis zur Ausschöpfung der maximalen Zuschusshöhe mehrere Beratungen im Rahmen des neuen Kontingentes beantragen
  • Zuschuss wird vom BAFA als Bewilligungsbehörde direkt auf das Konto des Beratungsunternehmens ausgezahlt
  • antragsberechtigte Unternehmen werden von einer Vorfinanzierung der Beratungskosten entlastet
  • betroffene Unternehmen müssen kein Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner vor Antragstellung führen
  • Anträge auf Förderung einer Beratung nach diesen Bestimmungen können zunächst bis einschließlich 31. Dezember 2020 gestellt werden

Weitere Informationen können Sie der entsprechenden Internetseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie dem Merkblatt „Vom Coronavirus betroffene Unternehmen“ (Stand: 31.03.2020) entnehmen.

Hier finden Sie Hinweise zu abweichenden Eintragungen im Antragsformular.

Innovative Nachwuchsunternehmen und Start-ups, die ihre erste Finanzierungsrunde bereits erfolgreich beendet haben, nicht älter als fünf Jahre sind und durch die Corona-Krise in eine finanzielle Schieflage geraten sind, können vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg Überbrückungshilfe bekommen. Das Förderprogramm Start-up BW Pro-Tect zielt darauf ab, kurzfristige Liquiditätsengpässe bis zur nächsten Finanzierungsrunde zu überbrücken. Die Förderung wird wie ein Wandeldarlehen gewährt und kann einen Kapitalbedarf von bis zu 400.000 Euro abdecken. Bis zu 80 Prozent können vom Land kommen. Private Ko-Investoren müssen mindestens 20 Prozent des Risikos an der Gesamtsumme tragen.

„Start-up BW Pro-Tect“ wird bis 30. Juni 2021 verlängert und zudem um fünf Mio. Euro aufgestockt. Damit stehen insgesamt 30 Mio. Euro an Landesmitteln zur Verfügung.

Das Programm ist Bestandteil der Landeskampagne Start-up BW des Wirtschaftsministeriums und wird von der L-Bank, der Förderbank des Landes Baden-Württemberg, betreut.

Weitere Informationen: Voraussetzungen für eine Förderung und Antragstellung

Website Start-up BW

 

Klassische Kreditinstrumente passen für junge innovative Unternehmen oft nicht. Damit auch sie weiter erfolgreich an ihren Ideen arbeiten können, schafft die Bundesregierung einen „Start-up-Booster“ als Corona-Hilfe, um auch Start-ups, jungen Technologieunternehmen und kleinen Mittelständlern schnell helfen zu können. Das Unterstützungspaket ergänzt die bereits bestehenden Programme um ein Maßnahmenpaket, das speziell auf die Bedürfnisse von Start-ups zugeschnitten ist. Start-ups haben darüber hinaus grundsätzlich auch Zugang zu allen Unterstützungsmaßnahmen des Corona-Hilfspakets.

Weitere Informationen

Die Finanzämter im Land können Unternehmen, die unter den Auswirkungen der Corona-Krise leiden, zügig helfen und deren Liquidität verbessern. Die steuerlichen Hilfen und Lockerungen erhalten Unternehmen jeder Größe. Die zinslose Stundung von Steuerforderungen ist von besonderer Bedeutung. Unternehmern, Selbständigen und Freiberuflern werden bis Ende 2020 Erleichterungen gewährt:

  • Stundung von Steuerschulden (> später zahlen)
  • Steuervorauszahlungen können angepasst werden (> weniger zahlen).
  • Vollstreckungsmaßnahmen werden ausgesetzt (> später zahlen).

Die strengen Voraussetzungen für Nachweise müssen bei einem Antrag auf Stundung nicht mehr erfüllt werden, z. B. wenn die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachgewiesen werden können. Dies gilt für die Einkommen-, Körperschaft- und die Umsatzsteuer. Auch bei der Kraftfahrzeugsteuer ist eine Stundung möglich.

Als weitere steuerliche Erleichterung ist es zudem nun auch möglich, Sondervorauszahlungen bei der Umsatzsteuer für das Jahr 2020 herabzusetzen. Dies soll vor allem dem umsatzstarken Handel helfen, dessen Umsätze weggebrochen sind.

Corona-Steuerhilfegesetz – Steuerhilfen bei der Kurzarbeit

In manchen Unternehmen legt der Arbeitgeber noch etwas auf das Kurzarbeitergeld drauf, um die Lohnlücke für die Mitarbeiter so klein wie möglich zu halten. Dieser freiwillige Aufschlag war bisher zwar sozialversicherungsfrei, aber lohnsteuerpflichtig. Das will die Bundesregierung nun ändern und hat am 06.05.2020 den Entwurf des Corona-Steuerhilfegesetzes beschlossen. Das Gesetz soll eine befristete Steuerbefreiung für Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld enthalten.

Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld und zum Saison-Kurzarbeitergeld bis 80 Prozent des Unterschiedsbetrages zwischen dem Soll-Entgelt und dem Ist-Entgelt werden vom 01.03.2020 bis 31.12.2020 steuerfrei gestellt. Die Beschäftigten haben dadurch mehr vom Zuschuss und die Unternehmen einen höheren Anreiz, ihre Beschäftigten zu unterstützen. Der Gesetzentwurf steht auf der Tagesordnung der Sitzung des Bundesrates am 15.05.2020.

Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus – Informationen der Finanzämter in Baden-Württemberg

Weitere, neue steuerliche Erleichterungen für vom Corona-Virus betroffene Unternehmen – Informationen des Finanzministeriums Baden-Württemberg

Vereinfachtes Antragsformular für Steuererleichterungen

Herabsetzung der Sondervorauszahlungen bei der Umsatzsteuer für das Jahr 2020

In der Corona-Krise kämpfen vor allem kleinere Unternehmen und die Gastronomie um ihre Existenz. Zusätzlich zu den Hilfsmaßnahmen des Landes gewährt auch die Stadtverwaltung Sindelfingen Erleichterungen.

Sindelfinger Gewerbetreibende, die nachweislich aufgrund der Corona-Lage in finanzielle Schwierigkeiten kommen, können für bereits fällige oder noch fällig werdende Gewerbesteuerzahlungen einen Antrag auf Stundung stellen oder eine Zahlung in Raten vereinbaren. Die Stadt sichert in diesen Fällen eine großzügige Handhabung zu. Stundungszinsen werden seitens der Stadt in diesen Fällen nicht erhoben.

Pächter städtischer Gebäude, die ihr Gewerbe derzeit nicht betreiben können und in eine finanzielle Notlage geraten, sollen vorerst eine zinslose Stundung der Pacht in Anspruch nehmen können.

Weitere Informationen der Stadt Sindelfingen

Wenn es hart auf hart kommt, können auch Selbstständige und Freiberufler Grundsicherung beantragen, um Miete, Krankenversicherung und mindestens teilweise auch den Lebensunterhalt zu decken. Ein Anspruch besteht dann, wenn sie und ggf. ihre Familie bzw. Mitglieder ihrer Bedarfsgemeinschaft zu wenige oder keine eigenen Mittel zur Sicherung des Lebensunterhalts zur Verfügung haben.

Viele Unternehmer und Selbstständige versuchen in der Corona-Krise durchzuhalten und nehmen keine Hilfe in Anspruch, obwohl sie ihnen zusteht. Manche, weil sie vor dem Ausfüllen der Formulare ohne fremde Hilfe zurückschrecken, manche, weil ihnen die Wirtschaftshilfeprogramme gar nicht bekannt sind.

Die Online-Plattform www.durchblick-macher.de soll kleinen Unternehmen und Selbstständigen helfen, die richtigen Hilfen in der Corona-Krise zu finden. Das gemeinnützige Unternehmen Fairantwortung gAG präsentiert auf der Plattform die Hilfsangebote und unterstützt beim Ausfüllen der Formulare. Wenige Eingaben zur wirtschaftlichen Situation genügen, um eine individuelle Auswahl an Hilfsmaßnahmen zu erhalten.

Das Fachwissen kommt von mehr als 40 ehrenamtlich arbeitenden Experten, u. a. für Recht, Steuerberatung, IT und Management. Das Angebot ist kostenlos und es werden keine personenbezogenen Daten gespeichert. Auf die Online-Plattform verweist auch der Landtag von Baden-Württemberg.

Online-Plattform #DurchblickMacher

DER REGIONAUT IST NOCH IN DER LERNPHASE